Aktion Mensch-Blog
Apps im Test (3) - Wheelmap
Ob im Alltag oder in der Freizeit, zuhause oder unterwegs, als Kommunikations- oder Bedienungshilfen – mit mobilen Anwendungen können Barrieren überwunden werden. In unserer Blogreihe „Barrieren überwinden – Apps im Test“ stellen wir jeden Monat eine App vor, die sich genau das zum Ziel setzt. Dieses Mal im Test: „Wheelmap“.
Weitere Tests unserer Blogreihe „Barrieren überwinden – Apps im Test“
Die Testberichte in Leichter Sprache lesenWas kann die App?
Die „Wheelmap“-App ist die mobile Anwendung der Online-Karte „Wheelmap“, in der öffentlich zugängliche Orte danach bewertet werden, wie gut sie mit dem Rollstuhl zu erreichen sind. Angemeldete Benutzer der „OpenStreetMap“ können in der „Wheelmap“ Orte eintragen und Informationen über die Rollstuhlgerechtigkeit hinzufügen. Unsere Bloggerin Isabell hat während ihres Besuchs in Berlin die App getestet.
„Wheelmap“ im Alltags-Test
Rund um den Berliner Spittelmarkt suche ich gemeinsam mit einer Freundin ein stufenlos zugängliches Restaurant. Ich befrage die „Wheelmap“-App. Sie zeigt mir eine kleine Auswahl an Orten. Nur einer ist als „voll rollstuhlgerecht“ markiert, aber auch relativ weit von unserem derzeitigen Standort entfernt. Deshalb entscheiden wir uns für ein als „eingeschränkt rollstuhlgerecht“ gekennzeichnetes Bistro und sind gespannt, ob ich reinkomme. Dort angekommen, stellen wir erfreut fest, dass der Eingang stufenlos ist. Doch drinnen nach wenigen Metern die Überraschung: eine große Stufe auf dem Weg zu den Tischen. Ich will schon umkehren, als der Kellner mir mitteilt, dass wir die Tische über den Hintereingang stufenlos erreichen können. Super – unser gemeinsames Essen ist gerettet.
Auf einen Blick
Name: Wheelmap
Zielgruppe: Menschen mit Mobilitätseinschränkung
Verfügbar für: Smartphones und Tablets mit den Betriebssystemen iOS und Android
Kosten: Kostenlos
Link: www.wheelmap.org
Video-Tutorial: So funktioniert die App
Fazit unserer App-Testerin
Die „Wheelmap“ ist praktisch und einfach zu bedienen, wenn man mit digitalem Kartenmaterial gut zurechtkommt. Auch bei der Kennzeichnung „eingeschränkt rollstuhlgerecht“ lohnt sich ein Besuch, manchmal sind Orte auf den zweiten Blick doch noch stufenlos zugänglich. Allerdings sind viele Einträge noch nicht kategorisiert. Also: Je mehr Leute mitmachen, desto besser!
Linktipps:
Im Interview: „Wheelmap“-Initiator Raul Krauthausen stellt sein Projekt vor
Wie rollstuhlgerecht ist Bonn? Im Rahmen der Aktion #MapMyDay mit der Wheelmap-App unterwegs
Unbehindert aktiv: Wie barrierefrei sind Online-Tools für Menschen mit Behinderung?
Du möchtest dir weitere Video-Tutorials unserer Test-Reihe ansehen? Hier entlang.
Redaktionelle Betreuung und Videoproduktion: Lena Hoffmann
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