Aktion Mensch fördert künftig keine ABA-Projekte mehr

Projekte, die mit der Therapieform ABA (Applied Behaviour Analysis) arbeiten, fördert die Aktion Mensch künftig nicht mehr. Bereits seit November 2016 müssen Antragsteller, die Projekte für Menschen aus dem Autismus-Spektrum anbieten, bei der Aktion Mensch angeben, ob die geplanten Maßnahmen ABA-Therapie enthalten. Wenn das so ist, schließen wir dieses Projekt von der Förderung aus.

Hintergrund ist die seit Monaten andauernde Kritik an einem von uns geförderten Projekt - vor allem durch Vertreter der Autismus-Community. Diese Kritik nehmen wir ernst. Die Kritiker sagen, dass ABA eine Umerziehung und Konditionierung der Kinder bedeute. Es gibt in den betroffenen Familien sowie bei Therapeuten und Wissenschaftlern aber ebenso viele Befürworter. Sie sagen, dass diese Therapie viele Erfolge vorzuweisen habe.

Die Kritik hatte sich bereits vor über einem Jahr an der Aktion Mensch-Förderung des Projektes "Bremer Frühfördertherapieprogramm Autismus" entzündet. Das Projekt läuft seit 2014, wird mit insgesamt 249.591 Euro unterstützt und vertragsgemäß im Mai 2017 enden.

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatte die Aktion Mensch versucht, Kritiker und Befürworter an einen Tisch zu bringen. Das Gespräch hat allerdings nicht zu einer Klärung beigetragen, und auch im Anschluss hat keine Annäherung zwischen den Positionen stattgefunden. Da hier keine gemeinsame Linie gefunden wurde und die Kritikpunkte weiterhin im Raum stehen, haben wir uns zu oben genannten Konsequenzen entschlossen.

Uns wurde im Verlauf der Diskussion vorgeworfen, dass wir das Thema und die Kritik an uns „aussitzen“ möchten. In Zukunft wollen wir daher auch bei schwierigen Themen versuchen, mehr Transparenz in der Kommunikation herzustellen.

Sascha Decker, Pressesprecher der Aktion Mensch

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Mioundich

Ich kann die Position nur begr����en, dass diese F��rderungsmethode nicht mehr unterst��tzt wird.

Eine Methode, die den kompletten Bereich des Kindes kontrolliert, Verhaltensweisen in gut und schlecht einteilt ohne Ber��cksichtigung der autistischen Wesensart, ist viel zu einseitig.

Nat��rlich kann ich verstehen, dass Eltern von fr��hkindlichen Autisten oft sehr eingespannt sind, vieles sehr anstrengend ist. Doch da ich selber Mutter eines fr��hkindlichen Autisten bin, denke ich, das wichtige ist die Wahlfreiheit.

Mein Kind durfte ohne diese Therapie leben und lernen. Ich erwarte eine Wahl, ich erwarte, dass kein ATZ in ihrer Arbeitsweise versteckte ABA-Methoden haben.

F��r mich ist es wichtig, dass die Gesellschaft die autistische Wesensart akzeptiert, ich sehe diese Akzeptanz bei ABA nicht und w��re auch nicht gewillt, jemanden mit meinem Kind zusammen zu bringen, der die freie Pers��nlichkeitsentfaltung in der Form verhindert.

Die Eltern m��ssen auf Augenh��he bei der F��rderung mit entscheiden, d.h., KEINE Autismus-Therapie-Zentren, die ABA-Inhalte in ihr Programm aufnehmen, sind in der Lage ad��quat Autisten zu f��rdern, wenn die Eltern gegen ABA sind.

Warum ABA ohne erwiesene Wirksamkeit, so tief hier in der F��rderung von Autisten eindringen durfte, ist mir wirklich ein R��tsel.

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Aktion Mensch

Liebe Michaela, wir teilen deine Einsch��tzung und finden eine faire Diskussion wichtig. Kannst du uns die Fehlschl��sse bzw. Falschaussagen, die du ansprichst, noch genauer benennen? Dann werden wir das - soweit es uns m��glich ist - ��berpr��fen.

Liebe Mitlesenden und Mitdiskutierenden,
wir sehen es als selbstverst��ndlich an, dass der Austausch hier im Blog sachlich, freundlich, tolerant und vor allem respektvoll stattfindet. Behauptungen oder Vermutungen geh��ren nicht hierher. Wir bitte euch darum, diese Regeln einzuhalten.

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Michaela Mentzel, 1. Vorsitzende autismus Bodensee e.V.

Hallo Aktion Mensch,

ich bin sehr ��berrascht dar��ber, dass Frau Sabine Klemm auf dem von Ihnen moderierten Blog,
-wahllos Namen nennt
-Vermutungen ��ber Realnamen anstellt
-Pers��nlichkeitsrechte von Personen und Vereinen, die sich hier nicht an der Diskussion beteiligen, missachtet
und w��rde Sie freundlich bitten, hier moderierend einzugreifen.

Der, in meinem vorherigen Kommentar, dargestellter Sachverhalt, ist nur ein Beispiel von vielen in dieser Diskussion

Mit freundlichen Gr����en

Michaela Mentzel
1. Vorsitzende
autismus Bodensee e.V.

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Michaela Mentzel, 1. Vorsitzende autismus Bodensee e.V..

Hallo Sabine Klemm,

in meiner Funktion als Vorsitzende des Regionalverbandes autismus Bodensee e.V. f��hle ich mich durch Ihre Behauptungen (Kommentar vom 04.02.2017 um 08:41) angesprochen und verbitte mir Falschbehauptungen und Unterstellungen meinen Verein und meiner Funktion als Vorsitzende des Regionalverbandes betreffend.

Sollte ich in meiner Funktion als Vereinsvorsitzende hier kommentieren wollen, w��rde ich dies selbstverst��ndlich entsprechend kenntlich machen.

Ich als Vereinsvorsitzende des Regionalverbandes autismus Bodensee e.V., distanziere mich ausdr��cklich von den, von Frau Sabine Klemm, hier getroffenen Fehlschl��ssen.

Wie und ob ich mich als Privatperson ��u��ere, bleibt mir ��berlassen!

Hochachtungsvoll

Michaela Mentzel
1. Vorsitzende
autismus Bodensee e.V.

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Robert L.

@helene_hoppala: Meine Vorschl��ge k��nnen gerne bei Designs verwendet werden - die w��rden allerdings nur die allergr��bsten bias-Probleme abzudecken verm��gen. Bei einer derart komplexen Materie wie Autismus (mit nicht nur einer erheblichen Variabilit��t der Ausgestaltung des... nennen wir es mal "des Ph��nomens") und einer noch komplexeren Variablenlage wie "Kindeserziehung ��ber mehrere Jahre" wird es aber unm��glich sein, ein Design, eine sozusagen "Laborsituation" zu schaffen, mit der tats��chlich ein bestimmtes, nennen wir es mal "Verfahren", bez��glich seiner angenommenen Wirksamkeit isoliert zu analysieren. Zumal ein Aufbau auch daran scheitern wird, dass es der Beobachtung nicht durch Instrumente, sondern durch Menschen bedarf, und allein schon durch diesen Faktor eine Daten"verunreinigung" in nicht behebbarem Umfang hervorgerufen wird. Der "Erfolg" ist nicht quantitativ messbar, sondern ist eine h��chst subjektive, qualitative Variable bzw. eher ein Set von Variablen, die ihrerseits m.E. praktisch unm��glich intersubjektiv (und damit bei einer Versuchswiederholung durch unabh��ngige Dritte reproduzierbar) zu quantifizieren sind. Kurz: Das ist in etwa so erfolgsversprechend wie ein Versuch, ein Nach-Tod-Heilsversprechen auf der Basis von auf Glauben beruhender Ritualbefolgung auf Erfolg zu untersuchen zu wollen.

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Sabine Klemm

Nur um sicher zu stellen, dass es auch wirklich alle mitbekommen haben. MiMe steht glaube ich f��r Michaela Mentale, Vorsitzende des Regionalverbandes Bodensee. Sie spricht wohl f��r Autismus Deutschland und ich glaube der Verein sollte jetzt mal in eine interne Kl��rung gehen und seine Probleme nicht in der ��ffentlichkeit austragen und vor allem Familien mit kleinen fr��hkindlichen Autisten nicht die F��rderung kaputt machen.

MFG
Sabine Klemm

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helena_hoppala

Lieber Robert L.,

oh ja, eine richtig durchdachte Studie zu ABA planen (die wahrscheinlich niemals so durchgef��hrt werden wird)! Da w��re ich voll dabei! Darf ich deine Vorschl��ge, die du hier machst, in meinem Blog weiterverwenden? Hast du Lust, mit daran rumzudenken?
Liebe Gr����e!

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Unimog

Sina, ich finde Ihre Haltung absolut korrekt. Ihr Kind hat gro��es Gl��ck, solch eine Mutter zu haben.

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Sabine Klemm

Lieber Unimog,

da hatte ich mich auch schon gewundert, aber dann h��re ich jetzt mal auf mit dem z��hlen. Ich finde es aber etwas schade, denn ich hatte schon gehofft, ich k��nnte mit Ihnen B��cher tauschen.

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Aktion Mensch

Lieber Unimog,
danke f��r deinen Hinweis. Du hast Recht, der Username wurde von zwei verschiedenen E-Mail-Adressen verwendet.

Liebe Mitdiskutierende,
wir m��chten euch darauf Hinweisen, dass alle sich bitte nur mit ihrem eigenen Namen oder Pseudonym anmelden, damit es eine faire Diskussion bleibt. Vielen Dank f��r euer Verst��ndnis.

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