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Apps im Test (6) - Irmgard

Ob im Alltag oder in der Freizeit, zuhause oder unterwegs, als Kommunikations- oder Bedienungshilfen – mit mobilen Anwendungen können Barrieren überwunden werden. In unserer Blogreihe „Barrieren überwinden – Apps im Test“ stellen wir jeden Monat eine App vor, die sich genau das zum Ziel setzt. Dieses Mal im Test: „IRMGARD“.
 

Was kann die App?

Mit der „IRMGARD“-App, Level 1 können die Buchstaben des Alphabets gelernt werden. Lena hat sich in Berlin mit Ute und Siggi getroffen und mit ihnen über die App gesprochen.

„IRMGARD“ im Alltags-Test

D wie Dusche, B wie Boot, P wie Po – der Po ist auf dem Bild gar nicht so leicht zu erkennen, stellen wir fest. Das finden wir in unserer kleinen Runde sehr lustig. Aber zum Glück leitet die Namensgeberin der App, Irmgard Schwiderski, die Übungen an und sagt uns, was auf den Bildern dargestellt sein soll.

Ute und Siggi sind ungefähr 50 Jahre alt und haben vor einigen Jahren angefangen, Lesen und Schreiben zu lernen. Sie haben die „IRMGARD“-App ausprobiert und erzählen mir, was sie davon halten.

Ute: Die ist einfach zu bedienen. Da ist nichts Schweres dran, an der App. Nicht so viel Technik. Das finde ich schön. Und irgendwie hat die Dame auch eine ruhige Stimme. Sie spricht klar und deutlich.

Siggi: Man kann sich erst in Ruhe anhören, was die von einem möchte oder was du überhaupt machen sollst. Und dann kann man beginnen. Also, ich finde die App klasse.

U: Wenn du nicht weiterkommst, dann musst du die Übung halt nochmal machen. Und man kann speichern, wo man stehen geblieben ist. Bei anderen Programmen musst du erst suchen, wo du stehen geblieben bist oder wo du weitermachen willst. Das fand ich jetzt gut bei dieser App.

S: Du kannst dich in Ruhe damit befassen. Wenn du allein zuhause bist, kannst du dich nur auf diese Sache konzentrieren. Das macht viel aus. Und wenn dann irgendwo ein kleiner Hänger ist, kannst du erstmal wieder zwei oder vier Stufen zurückgehen und das nochmal eben kurz machen.

U: Bei anderen Lernprogrammen kommt ein Zeichen, wenn du etwas falsch gemacht hast. Da wirst du irre. Irmgard ist viel natürlicher als Lehrerin. Die siehst du. Du kannst sie angucken. Und so ein Lob, wie sie das macht, können wir alle gebrauchen. Weil wir ja früher genug Demütigung hatten. In der Schule: nicht geschafft, eine 4. Du kennst dieses Erfolgserlebnis gar nicht. Da ist es viel wert, dieses Lob. Und sie geht normal mit uns um, das ist wichtig. Wenn sie uns wie ein kleines Kind behandeln würde, das würde nicht funktionieren.

S: Ich wüsste mehrere Leute, wo ich sagen kann: „Kannst du dir wirklich mal runterladen und dann kannst damit wirklich hantieren.“

U: Vor allem wenn du jetzt lange Fahrten hast, Strecken in der U-Bahn, du kannst deine Kopfhörer reinmachen und kannst üben. Und es kriegt keiner mit, was mit dir los ist. Und das finde ich gerade schön. Es gibt Menschen, die nie zum Kurs gehen würden. Die würden sich das selber herunterladen und das selber probieren.

S: Wenn die so eine App haben und die wirklich in so einen Kurs reinmüssen für Anfänger, können sie sich schon mal selbst Buchstaben erarbeiten, was die denen nicht tausendmal sagen müssen.

Auf einen Blick

Name: IRMGARD

Zielgruppe: Menschen mit einer Lese-Rechtschreibschwäche, Menschen mit Lernschwierigkeiten, geistiger oder kognitiver Behinderung, geflüchtete Menschen

Verfügbar für: Smartphones und Tablets mit dem Betriebssystem Android

Kosten: Kostenlos

Link: appirmgard.de

 

Hinweis: Die App kann über den Google Playstore oder über folgenden Link heruntergeladen werden: http://www.appirmgard.de/download/ Da die App über 100 MB groß ist, muss genügend Speicherplatz auf dem Handy oder Tablet vorhanden sein.

Video-Tutorial: So funktioniert die App

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Kaesgustl Franz

Finde ich prima für meinen Stiefsohn der gerade Deutsch lernt.


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E-Mails zum Frühstück

„Es gibt viele Medien, die im Alltag sehr nützlich sind. Man kann sich gar nicht mehr vorstellen, wie man ohne diese zurechtkommt.“ Wir wollten wissen, welche Medien Menschen mit Behinderung nutzen und haben dazu eine repräsentative Umfrage gemacht. Auch Carina, die selbst das Down-Syndrom hat, hat sich Gedanken gemacht und für uns aufgeschrieben, wie sie sich im Alltag informiert.

Kommunikation im Alltag: Informationen im Internet holen und weitergeben.

FirmBee / Pixabay

Es ist schon erstaunlich, wie sehr die Medien meinen Alltag bestimmen. Ich nutze sie nicht nur, um mich zu informieren, sondern auch, um selbst Informationen weiterzugeben. Gleich morgens schaue ich erst einmal auf meinem Smartphone, wie das Wetter wird. Schließlich muss man ja wissen, was man anziehen soll. Seit ich mich selbständig gemacht habe, rufe ich gleich nach dem Frühstück meine E-Mails ab, um zu sehen, ob ich neue Anfragen und Einladungen bekommen habe. Ich werde zu Fernsehsendungen und Radiosendungen eingeladen oder werde gefragt, ob Zeitungen wie „Spiegel online“, „Bild“ oder „Die Welt“ Artikel über mich schreiben dürfen. Hochschulen und Selbsthilfegruppen fragen an, ob ich einen Vortrag über Inklusion halten würde. Dann nutze ich das Internet, um mich auf meine Vorträge vorzubereiten.

Bloggen für Inklusion

Außerdem nutze ich Facebook für Kontakte zu meinen Freunden. Dort gibt es auch immer sehr interessante Informationen. Instagram und Twitter benutze ich noch nicht so oft. Aber YouTube nutze ich gerne. Ich lade Filme hoch oder schaue mir welche an. Ich nutze auch XING, ein soziales Netzwerk für berufliche Kontakte. Immer, wenn mich etwas interessiert, google ich danach und bekomme sofort die gewünschten Informationen und kann auch jederzeit die Nachrichten schauen. Meine Homepage und mein Blog nutze ich, um mich als Aktivistin für Inklusion einzusetzen.

Das Smartphone ist immer dabei

So ein Smartphone ist schon eine tolle Sache. Ich nutze es täglich, weil es leicht zu bedienen ist und auch unterwegs gut mit einem mobilen Internet genutzt werden kann. Auf WhatsApp kann ich schnell Kurznachrichten senden oder bekommen.

In mein Navigationsprogramm kann ich Ziele einspeichern und mir den Weg weisen lassen. Wenn ich öffentliche Verkehrsmittel nutze, kann ich mir mit einer App die Verbindungen anzeigen lassen. Wenn mein Zug Verspätung hat, kann ich mich informieren und neue Verbindungen anzeigen lassen.

„Die meisten Informationen hole ich mir über das Internet.“

Für die Kommunikation sind unsere Medien sehr wichtig. Natürlich nutze ich das Telefon auch zum Telefonieren und schaue fern oder höre Radio, aber die meisten Informationen hole ich mir doch über das Internet.

 

Link-Tipps:

Mehr Infos zur Mediennutzungs-Umfrage 2016 und die komplette Studie als Download gibt's hier.

Kennst du unsere Blogreihe „Barrieren überwinden – Apps im Test“ schon? Hier geht's zu den Video-Tutorials.

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Annette Kastner

Lose für ganze Familie gekauft und monatlich 28€für alle ein jahr und nicht einer meiner Familie hat ein euro gewonnen!!! Beschiss hoch 10


Und dann wird deine Losnummer zur Glückszahl

Habt ihr euch auch schon gefragt, wie das ist bei der Aktion Mensch zu gewinnen? Seid ihr neugierig gewesen, was das für Menschen sind, deren Losnummer zur Glückszahl wird? Und was sie mit dem Gewinn machen? Unsere Autorin May-Lin hat Andrea getroffen – eine unserer Gewinnerinnen.

Aktion Mensch-Gewinnerin Andrea (links) und May-Lin im Gespräch.

Ich treffe Andrea in Köln. Strahlend öffnet sie die Tür, bietet mir einen Kaffee an und das „Du". Dann fängt sie an zu erzählen. Von ihrem Leben in Italien – dort lebte sie für eine Weile und war auf der Suche nach einer neuen Richtung für ihr Leben. Sie träumte davon, sich selbstständig zu machen, aber der letzte Funke Mut fehlte damals noch. Kurz vor ihrer Abreise aus Italien in Richtung Heimat kaufte sie sich dann noch ihr Aktion Mensch-Los – von ihrem „letzten Geld", wie sie mir lachend erzählt. „Denn bei der Aktion Mensch wusste ich, ich kann nur gewinnen. Wenn nichts Bares, dann unterstütze ich immer noch viele soziale Projekte. Der Gedanke überzeugte mich." Nach ungefähr zwei Monaten passierte dann die große Überraschung: Als Andrea den Briefkasten leerte, fand sie Post von Aktion Mensch. „Natürlich habe ich zuerst gedacht, es sei Werbung. Doch dann stand da, dass ich gewonnen habe. Das konnte ich gar nicht glauben!", sagt sie. Erst als ein paar Tage später ein zweiter Brief kam, realisierte sie: „Ich habe tatsächlich gewonnen!"

Wir alle wollen doch frei sein

„Der Gewinn bei der Aktion Mensch motivierte mich zu sagen: 'Okay, jetzt erfülle ich mir meinen beruflichen Lebenstraum'". Das hat sie getan. Heute führt Andrea ihr eigenes Unternehmen, das sie gründete, kurz nachdem sie bei der Aktion Mensch gewonnen hatte. Sie arbeitet in einem Team mit sechs Angestellten und zusammen unterstützen sie Menschen mit geistiger, psychischer oder körperlicher Behinderung im Alltag. „Das ist es, was mich an meiner Arbeit glücklich macht. Zu sehen, dass ich Menschen ein bisschen mehr Selbstständigkeit in ihr Leben bringen kann. Wir alle wollen doch frei sein.“

Kein Gold, kein Glitzer Glitzer

Das ist also eine Aktion Mensch-Gewinnerin. Kein Porsche im Innenhof, kein Kronleuchter an der Decke, keine Klunker am Körper... Nein, im Gegenteil. Am Ende meines Besuchs bestätigt sich mein erster Eindruck: Diese Gewinnerin hat ein großes Herz und ist angenehm bodenständig. Eine wie du und ich.

Und Andreas Geschichte zeigt mir: Es lohnt sich, an seine Träume zu glauben und mutig zu sein. Denn man weiß nie, wann das Glück zuschlägt. Meistens, wenn man gar nicht damit rechnet :-)

Ein Blog-Beitrag von May-Lin Torwegge

 

Links

Du willst dir auch deine Träume erfüllen? Mit einem Los von uns klappt das vielleicht. Sei dabei!

Dein Aktion Mensch-Los fördert jeden Monat bis zu 1.000 soziale Projekte. Einige kannst du bei uns näher kennenlernen.

Geteiltes Glück ist doppeltes Glück - unsere Gewinnerin Carmen besucht ein Förderprojekt

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Cosmopolitano

Kenne jemand der eine Million gewonnen hat. Und ich drücke uns allen für morgen kräftig die Daumen. In erster Linie geht es um den guten Zweck. Und dann um unseren neuen Schachlehrer. Toi,toi,toi🍀🍀🍀 Aktion Mensch ist für alle ein Gewinn❤️️


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