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Inklusion, Aktion Mensch-Blog

Jakob Muth-Preis für inklusive Schule

Rund 85 Prozent der Kinder mit Behinderungen oder Lernschwierigkeiten in Deutschland werden in Förderschulen unterrichtet. Diese erweisen sich häufig als Sackgasse für ihre weitere Entwicklung: Die Absolventen erhalten keinen qualifizierenden Schulabschluss, und eine gesellschaftliche Teilhabe wird für sie wesentlich erschwert. Dass es anders geht, zeigen andere europäische Länder: In Italien, Norwegen und Schweden etwa gehen 95 Prozent aller Schüler mit Behinderung in allgemeine Schulen.

Unter dem Motto „Gemeinsam lernen - mit und ohne Behinderung" zeichnet der Jakob Muth-Preis Schulen aus, die eine bessere Teilhabe ermöglichen. Professor Jakob Muth (1927-1993) hat unter anderem an der Bochumer Ruhr Universität Schulpädagogik gelehrt und sich schon früh für eine gemeinsame Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderung eingesetzt.

Der diesjährige Wettbewerb richtet sich an Einzelschulen und an Schulverbünde.
Es werden drei Preise, die je mit 3.000 Euro dotiert sind, an Einzelschulen und ein Preis mit 5.000 Euro an einen Schulverbund vergeben. Die Bewerbung ist bis zum 15. September möglich.

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„Offenheit für alle Wege“

Verena Bentele ist noch ein bisschen geschlaucht. Vor rund einer Woche hat sie in Südafrika für den Olympiastandort München geworben und am 10. Juli am Ironman-Triathlon in Roth teilgenommen. Die Biathletin und Weltklassesportlerin über Tiefen in Afrika und Höhen in Mittelfranken.

Als Botschafterin haben Sie in Durban für München geworben. Nun hat sich das Internationale Olympiakomitee für Südkorea ausgesprochen. Sind Sie sehr enttäuscht?
Ziemlich. Wir hatten ein so überzeugendes, vor allem nachhaltiges Konzept und viel Mühe, Zeit und Arbeit investiert. Vor allem die Paralympics hatten bei unseren Überlegungen einen hohen Stellenwert. Das wär's wirklich gewesen.

Bei Katharina Witt hat die Entscheidung für Tränen gesorgt. Bei Ihnen auch?
Ja, ich habe richtig geweint und musste mich trösten lassen. Trotzdem war die Arbeit in Durban etwas ganz Besonderes für mich.

Warum?
Als offizielle Botschafterinnen haben Maria Riesch und ich auf der Bühne gestanden und aus Athletensicht das Konzept präsentiert. Es war ein tolles Gefühl, vor der internationalen Weltsportpresse für München und den olympischen Gedanken zu werben. Sehr ergreifend...

Und parallel haben Sie für den Ironman in Roth trainiert?
Ja, aber ehrlich gesagt, leider etwas wenig. Ich bin in den Fitnessraum gegangen oder war am Strand joggen. Mehr war nicht drin.

Haben Sie denn alle drei Disziplinen gemacht, also 3,8 Kilometer Schwimmen, 42,25 Kilometer Laufen und 180 Kilometer Radfahren?
Nein. Wir sind als Staffel angetreten. Mein Bruder, der auch blind ist, hat den Marathon übernommen; eine Freundin ist geschwommen und ich bin mit einem Freund die Strecke per Tandem gefahren.

Gibt es beim Ironman eine Klasse, die Sportler mit Behinderung berücksichtigt?
Nein, es gibt nur die normale Wertung und das ist absolut ok.

Ein gutes Beispiel für Inklusion?
Auf jeden Fall! Beim Ironman kommt es darauf an, dabei zu sein und Spaß zu haben. Die Zeit spielt, zumindest für mich, eine untergeordnete Rolle.

Finden Sie, dass das Thema Inklusion das Zwischenmenschliche möglicherweise verkompliziert und letztlich doch wieder zwei Welten aufmacht?
Das sollte nicht passieren. Es kommt vor allem darauf an, dass viel über Inklusion geredet wird und natürlich, dass auch viele Projekte in die Tat umgesetzt werden. Das Thema Inklusion in einen wissenschaftlichen Zusammenhang zu stellen ist wichtig. Beispielsweise würde sich die Schulpolitik nicht weiterentwickeln, wenn es die wissenschaftlichen Grundlagen nicht gäbe.

Sie sind also eine strenge Verfechterin des Inklusionsgedankens?
Ich finde Inklusion positiv und gut. Allerdings sollte es eine Offenheit in beide Richtungen geben. Wenn beispielsweise Eltern und Kinder entscheiden, dass das Kind auf einer Förderschule besser aufgehoben ist, dann sollten sie auch diese Möglichkeit haben. Inklusion funktioniert meiner Meinung nur dann, wenn alle Wege offen stehen.

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Das Blog zur Inklusionskampagne

Die Aktion Mensch startete Mitte Juni 2011 ihre neue Inklusionskampagne. Wir wollen mit der Kampagne zeigen, dass eine Gesellschaft SO VIEL reicher ist, wenn sie vielfältig ist. Das heißt, wenn alle Menschen die Möglichkeit haben, ihre Fähigkeiten und Talente zu leben und einzubringen. Inklusion bedeutet für uns, dass jede/r die Gesellschaft mit gestalten und an ihr teilhaben kann – unabhängig von individuellen Fähigkeiten, Alter, Geschlecht oder Herkunft.

Die Kampagne

Die Kampagne startet mit einer bundesweiten Anzeigenserie, auf der Menschen in ihrer Alltagssituation abgebildet sind, die Inklusion zeigen. Da ist zum Beispiel Josia, ein hilfsbereiter und aufgeweckter Junge, der kurze Arme hat und auf eine Grundschule geht, in der Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam unterrichtet werden und sich gegenseitig unterstützen; oder Benedikt Lika, leidenschaftlicher Musiker und erfolgreicher Dirigent, der in einem Rollstuhl sitzt und das Augsburger Orchester dirigiert.

Außer der Plakataktion spielt unsere Website zur Inklusionskampagne eine zentrale Rolle. Hier stellen wir erfolgreiche inklusive Projekte aus unserem Förderbereich vor, liefern viele Informationen rund um das Thema Inklusion und motivieren Menschen, sich für die Vielfalt der Gesellschaft zu engagieren – zum Beispiel indem sie selbst ein Projekt starten oder bei einem mitmachen. Die Website wird im Laufe der Zeit weiter ausgebaut.

Unsere Zielgruppe sind Menschen, die sich für soziale Themen interessieren und sich bereits zivilgesellschaftlich engagieren. Wir möchten aber auch die erreichen, die noch nicht selbst aktiv sind, sich aber motivieren lassen und Lust haben, sich zukünftig zu engagieren – beispielsweise mit Freunden ein eigenes Projekt starten wollen oder sich an einem bestehenden beteiligen möchten.

Das Blog

Unsere Website wird ab sofort auch einen Blog haben. Das Ziel dieses Blogs ist es, das Thema Inklusion für alle Menschen nachvollziehbar und erlebbar zu machen. Beispielsweise indem wir über aktuelle Trends berichten und über persönliche Erlebnisse erzählen, die gut oder auch schlecht sind/waren.

Wir, das bedeutet im Falle dieses Blogs:

  • Anette Frisch, Journalistin, schreibt über kulturelle und gesellschaftspolitische Themen
  • Heiko Kunert lebt in Hamburg und betreut die PR-Arbeit des dortigen Blinden- und Sehbehindertenvereins. Mit Blind-PR betreibt er ein eigenes Blog.
  • Carina Kühne, Autorin, berichtet in carinasblog über ihr Leben mit dem Down-Syndrom.

Wir möchten zeigen, dass Inklusion bereits stattfindet, dass es schon postive Beispiele gibt. Wir werden aber auch Kritik äußern, wenn es angebracht ist. Was wir damit erreichen wollen? Mehr Menschen, die sich für Inklusion einsetzen – denn mehr Akzeptanz und Respekt ist eine Sache die die ganze Gesellschaft bereichert.

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