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Aktion Mensch-Blog

Quatschen am Küchentisch

Das klingt nach Spaß: Sieben Männer und Frauen mit geistiger Behinderung und hohem Unterstützungsbedarf leben als Wohngemeinschaft inmitten eines Studierendenwohnheims in Halle an der Saale. In der betreuten WG „Lebens(t)raum inklusive“ wohnen sie das erste Mal weitgehend selbstbestimmt mit der nötigen Assistenz in ihren eigenen vier Wänden – Grillfeste mit Studierenden und Festquatschen am Küchentisch inklusive. In der Bildergalerie gibt es einen Einblick in das bunte Treiben.

Die Aktion Mensch hat das Förderprojekt „Lebens(t)raum inklusive“ mit mehr als 31.000 Euro gefördert.

 

Linktipps:

Sie haben eine tolle Projektidee und wollen sich für eine Förderung bei uns bewerben? Von der Idee bis zum Projektantrag – hier wird alles Schritt für Schritt erklärt!

Mehr Informationen zu den Fördermöglichkeiten der Aktion Mensch sowie zu Fördervoraussetzungen und Antragstellung finden Sie hier

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Inklusion

Eine Begegnung mit Hindernissen

Immer offen und unvoreingenommen auf andere zugehen – manchmal ist das nicht so leicht. Es lohnt sich aber, findet Anastasia Umrik. Hier schreibt sie über eine peinliche Begegnung und was sie daraus mitgenommen hat.
 


 

inkluWAS

„Entschuldigung, darf ich Sie etwas fragen...?“ Die Frau lächelt. Sie holt Luft, es kostete sie sichtbar Mut, mich anzusprechen, und sie will ihre Frage stellen... doch dazu kommt es nicht, ich unterbreche sie.

„Ja, ja, ich bin die mit dem Fotoprojekt von anderStark. Geeeeenau, ich war schon öfter im Fernsehen. Vielen Dank, mir geht es gut, und nein, meine Muskelerkrankung bereitet mir keine allzu großen Probleme. Freut mich, dass Sie mich angesprochen haben! Wirklich!“

Wir starren uns an. Ich weiß nicht, wie lange. Irgendwann sagte sie schüchtern:

„Oh... ich wollte Sie eigentlich nur fragen, woher Sie diese schönen Schuhe haben!“

Wir lachen. Beide.

Ich schäme mich. Sehr.

inkluWAS

Was ist passiert?

Ich bin schlecht gelaunt aufgewacht. Schon als ich vor die Tür ging, wusste ich, das wird heute ein ganz schlechter Tag. Insgeheim hoffte ich, dass mir keiner begegnet und mich keiner anspricht. Gerne hätte ich eine Sonnenbrille auf der Nase gehabt, aber bei dem Hamburger Wetter wirkt das schnell unangebracht. Regen, kalt, schlechter Morgen, negative Begegnungen in den letzten Tagen. Das alles konnte keiner wissen, auch nicht die Frau, die meine Schuhe schön fand.

Gewisse Unsicherheiten bei der ersten Begegnung gibt es oft, und es kostet SOWIESO immer eine  Überwindung, jemanden anzusprechen. Ganz egal, ob man sagen möchte:

„Entschuldigung, du hast da an der Nase... also ja, genau, etwas höher“ oder nur „Wow, dein Regenschirm ist aber schön!“

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Geteiltes Glück ist doppeltes Glück

Schon als der Postbote Carmen Goßmann ihr Glücks-Los in die Hand gedrückt hat, ahnte sie, dass es genau das Richtige für sie ist. Nun hat sie gewonnen und live gesehen, welche Projekte unter anderem mit ihrem Geld verwirklicht werden.

Carmen Goßmann freut sich, dass sie mit ihrem Glückslos auch anderen Glück schenken kann.

"Als ich diese lange Zahl unten auf dem Los gesehen habe, wusste ich, das könnte was werden. Darin steckte die Hausnummer meines Elternhauses und auch einige Geburts-Daten, die mir sehr wichtig sind. Eine Glückszahl eben", sagt Carmen Goßmann heute.

Im Frühjahr hat sie ihr Glücks-Los aktiviert und kurz danach ist sie schon eine Aktion Mensch-Gewinnerin. Bei den Gewinnspielwochen wurde ihr Los gezogen und die 54-jährige aus der Nähe von Aschaffenburg ist seitdem um 12 REWE-Einkaufsgutscheine reicher; jeder im Wert von 500 Euro. Das freut natürlich die ganze Familie: "Meine drei Töchter sind schon aus dem Haus. Aber ich habe ihnen vorher gesagt: Wenn ich mit diesem Los gewinne, gebe ich euch die Hälfte ab." Geteiltes Glück ist doppeltes Glück und so greifen alle aus der Familie jetzt auch mal in Supermarkt-Regale, an denen sie bisher eher vorbeigegangen sind.

Wo das Geld der Glückspilze hinfließt

Um zu sehen, welche Menschen ihr Los noch glücklich macht, haben Carmen und ihr Mann Stefan nun ein Förderprojekt besucht: Das Quartierszentrum im Mehrgenerationenprojekt "Mosaik" in Großostheim. Ziel des Projekts ist es, Menschen mit und ohne Behinderung zusammenbringen und Begegnungen im Alltag möglich zu machen. Die Besucher treffen sich im Bistro oder auf den verschiedensten Veranstaltungen, die im Nebenraum stattfinden können. "Es gefällt mir sehr gut, dass es hier so eine starke Vernetzung gibt. Sehr zukunftsträchtig. Da geht die Reise hin!" Mit 250.000 Euro hat die Aktion Mensch das Projekt unterstützt, in dem etwa die Hälfte der Mitarbeiter eine Behinderung hat.

Begegnungen im Alltag sind ein guter Anfang

Carmen Goßmann selbst ist Lehrerin in einer Förderklasse mit Kindern, die den Förderschwerpunkt "geistige Entwicklung" haben. Und da diese Klasse in eine Grundschule integriert ist, weiß sie, wie schnell die Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung zur normalsten Sache der Welt werden kann. Daher findet sie das Konzept von "Mosaik" auch ganz folgerichtig: "Das Miteinander hier ist einfach menschlicher, für alle, die hier sind. Ob das die Kinder sind, ob das die Mitarbeiter mit Behinderung sind... Das ist Lebensqualität, an so einem Ort arbeiten zu dürfen."

 

Autorin: Marion Theisen

 

Hier finden Sie weitere Förderprojekte der Aktion Mensch

 

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Freiwilliges Engagement

Café Deutsch

Batu wollte endlich besser Deutsch lernen, Monika etwas für andere tun. Seit November sind die beiden Frauen jetzt ein Sprachtandem und der lebende Beweis dafür, was eine Begegnung alles verändern kann.

Eines von vielen Café-Deutsch-Tandems

Foto: Freiwilligen Agentur Landshut

Monika und Batu sind beide Anfang 40, sie leben in Landshut, treffen sich einmal in der Woche und unterhalten sich über die Arbeit oder die Familie, sie gehen einkaufen und machen kleine Rollenspiele. Die eine ist waschechte Bayerin, die andere floh vor dem Bürgerkrieg in Afghanistan. Dass sich die beiden, die früher 5.000 km trennte,  gefunden haben, wäre ohne das „Café Deutsch – Sprachtreff und mehr!“ kaum denkbar gewesen. Das Projekt der Freiwilligen Agentur Landshut bringt Alteingesessene mit Flüchtlingen zusammen. Die Neu-Landshuter verbessern dabei ihre Sprachkenntnisse und docken leichter an ihrem neuen Lebensmittelpunkt an. Die engagierten Freiwilligen bekommen das gute Gefühl, jemandem das Ankommen in Deutschland zu erleichtern. 30 Tandems sind derzeit aktiv. Mit dabei sind Menschen aus Syrien, Afghanistan, dem Senegal, Guinea, Äthiopien. 

Ansteckende Begeisterung

Batu arbeitet schon seit sieben Jahren in einer Wäscherei. Ihre Kollegen kommen aus aller Welt, viel Deutsch konnte sie hier nicht lernen. Die drei Kinder sind längst angekommen in Landshut, haben ihren Schulabschluss gemacht und stehen im Beruf. Doch da die Kinder nicht unbedingt die geduldigsten Deutsch-Lehrer sind, ist Batu selbst aktiv geworden: „Ich bin sehr froh, dass Monika hier ist. Sie kann mich korrigieren, und ich habe das Gefühl, dass mein Deutsch wirklich besser wird. Andere, die nichts unternehmen, brauchen auch nach 20 Jahren in Deutschland einen Dolmetscher. Das möchte ich nicht.“

Monika ist bei einem großen Münchner Unternehmen in der Buchhaltung tätig, die Söhne sind 13 und 16, und diverse Hobbys hat sie auch. Dass sie sich dennoch die Zeit für dieses Ehrenamt nimmt, hat mit den vier Jahren zu tun, die sie in Griechenland verbracht hat. Sie wurde damals mit offenen Armen empfangen und lernte durch den engen Kontakt mit den Griechen schnell die Sprache. Ein Stück Griechenland wollte Monika auch nach Landshut holen. Sie sagt: „Es ist ein wunderbares Gefühl, etwas zu tun, was mir Spaß macht und was Batu Spaß macht. Das tut richtig gut. Ich bin jedes Mal wieder begeistert.“ Dass diese Begeisterung ansteckt, wissen inzwischen auch ihre Familie und Kollegen. Eine von ihnen macht auch mit beim „Café Deutsch“.

Die richtige Begleitung

Die gesamte Koordination des Projekts liegt ebenfalls in ehrenamtlicher Hand. Edwin Schreiber ist derjenige, der dafür sorgt, dass die Menschen, die ein Tandem bilden, auch wirklich zusammenpassen und einen Ort für die Treffen haben. Er erklärt: „Ein Café der Arbeiterwohlfahrt steht zur Verfügung – das ist unser eigentliches ‚Café Deutsch‘. Es gibt aber viele Tandems, die sich nach den ersten Wochen lieber zum Spaziergehen treffen oder gemeinsam einkaufen, etwas kochen. Dann findet das ‚Café Deutsch‘ eben woanders statt.“

Weitere Freiwillige sind jederzeit willkommen, die Nachfrage aufseiten der Flüchtlinge ist enorm. Wer noch zögert, den überzeugt vielleicht Monika, wenn sie sagt: „Jeder kann im Kleinen etwas tun, das hilft dann zusammen eine ganze Menge.“

Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch nach seinen individuellen Möglichkeiten selbstbestimmt leben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann. Dieses selbstverständliche Miteinander erreichen wir nur, wenn sich möglichst viele Menschen für eine inklusive Gesellschaft einsetzen und sie mitgestalten – zum Beispiel durch freiwilliges Engagement. Die Aktion Mensch bietet mit ihrer Freiwilligen-Datenbank einen Überblick über die zahlreichen Möglichkeiten: Menschen mit und ohne Behinderung können aus mehr als 13.000 Angeboten  das passende Engagement auswählen.



Weitere Ideen für inklusives Engagement finden Sie in der Freiwilligen-Datenbank.

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Inklusion

Kennenlernen leicht gemacht

Wie begegnen sich Menschen in anderen Ländern? Mirien Carvalho ist viel gereist und unterschiedlichsten Menschen begegnet. Hier schreibt sie über neue Begegnungen in zwei Ländern.

Energie durch Begegnung: Ich tanze mit jungen Müttern, die Babys auf dem Arm tragen

Marcelo Sabbatini / Flickr

„Das ist Denise. Sie spricht auch Spanisch wie du, und Melissa hier wohnt ganz in deiner Nähe.“ In Brasilien werden neue Leute nicht nur besonders herzlich aufgenommen, es werden auch gleich Brücken gebaut zu den anderen Anwesenden. Dafür werden zum Beispiel Gemeinsamkeiten erwähnt.

Ich bin sofort mit Denise und den anderen im Gespräch. Spontan entsteht eine fröhliche Runde aus neuen Leuten – fremd ist sich hier niemand. Auch ich fühle mich in der Runde gleich zuhause, denn immer wieder spricht mich jemand mit meinem Namen an, oder es berührt mich ganz nebenbei eine Hand am Arm, an der Schulter, sogar im Haar. Ich bin hier selbstverständlich Teil der Gesprächsrunde – anders als in Deutschland. Da sind viele Menschen auf den Blickkontakt fixiert, und wenn der nicht da ist, wenden sie sich häufig schnell ab.

Türöffner in zwei Kulturen

In Südbrasilien laden die Menschen mich ständig zum traditionellen Mate ein. Das Getränk wird wie eine Wasserpfeife herumgereicht. Wer es annimmt, gehört dazu. Sei es im Rathaus oder vor einem Laden, man steht oder sitzt in einer Runde und bekommt Geschichten aus dem Alltag geschenkt. Das funktioniert auch in jedem Pub in der westirischen Kleinstadt Ennis. Trinkst du ein Guinness mit, bist du dabei. Wir reden über Gott und die Welt, die Zeit vergeht im Flug. Ich lerne alles über die engen Straßen, für deren Ausbau EU-Gelder fehlen, über den mir völlig neuen Sport Hurling und natürlich über Musikfestivals in der Gegend.

Tanzen verbindet

Musik und Tanz sind überhaupt großartige Türöffner. In Porto Alegre lädt mich ein Bekannter zu einer Tanzveranstaltung ein. Ich tanze mit älteren Herren und jungen Müttern, die Babys auf dem Arm tragen. Es sind ungeheuer sinnliche Momente, die ich mit diesen Menschen erlebe. Die meisten von ihnen werde ich nie wiedertreffen – dennoch käme ich nie auf die Idee, sie Fremde zu nennen. Die Körper berühren sich beim Tanzen, denn Berührung gehört in Brasilien zum Leben wie das Atmen. Auch ich werde berührt, nicht, weil ich nicht sehe, sondern weil es dazu gehört. Es ist ein Zeichen dafür, dass die anderen mich wahrnehmen, ich mit ihnen in Verbindung stehe; sie spendet ungeheuer viel Energie.

 

Linktipps:

Rio de Janeiro, endlich war ich auch da. Blogbeitrag von Mirien Carvalho über Gerüche, Geschmäcker, Begegnungen – und über Barrierefreiheit für Reisende mit Behinderung

Fußball-Land der Widersprüche. Blogbeitrag von Mirien Carvalho über die Situation von Menschen mit Behinderung in Brasilien

Es gibt Fans, die gibt es gar nicht. Blogbeitrag von Mirien Carvalho über Barrierefreiheit in Brasilien – und auch in Deutschland

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Freiwilliges Engagement

Urlaub, garantiert ohne Langeweile

Für Alia Bouzari gehört sie seit fünf Jahren zu den Sommerferien dazu: die „Stadtranderholung“ in Rheine. Zwei Urlaubswochen verbringen hier Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam. Die 21-jährige Studentin engagiert sich freiwillig für das Projekt und tankt dabei jede Menge Selbstbewusstsein.

Zwei Sommerwochen, die immer zu kurz sind - bei der "Stadtranderholung"

Foto: CeBeeF

Morgens um halb zehn geht es los. Dann versammeln sich die 60 freiwilligen Helfer der „Stadtranderholung“ in der Euregio Gesamtschule in Rheine. Wenig später fahren schon die Autos vor, die die 100 Teilnehmer bringen. Es sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene zwischen 6 und 66 Jahren die mit ganz unterschiedlichen Behinderungen leben. Zwei Wochen lang erleben sie zusammen mit dem Team ein buntes, aber entspanntes Programm, das ganz anders aussieht als der Alltag in Schule, Werkstatt oder Einrichtung. Für die Eltern ist es eine wichtige Entlastung und oft die einzige Möglichkeit, sechs Wochen Sommerferien mit dem Job zu vereinbaren. Jede „Stadtranderholung“, die der „Club Behinderter und ihrer Freunde im Kreis Steinfurt und Umgebung e.V.“ (CeBeeF)  organisiert, steht unter einem Motto. In diesem Sommer wird es das „CeBeeF-Musikfestival – Musik liegt in der Luft“ sein.

Aktionen in der Stadt, für die Stadt

Alia Bouzari, die seit 2010 jedes Jahr dabei ist, erklärt das Prinzip: „Teilnehmer und Freiwillige sind in zehn Gruppen eingeteilt. Wir versuchen so, die verschiedenen Altersgruppen zu bündeln. Viele Aktionen, wie ein Besuch im Zoo oder Eis essen, werden mit der Gruppe gemacht.“ Auch auf dem Schulgelände gibt es zahllose Möglichkeiten zu spielen, zu toben, einander kennenzulernen und Freundschaften jenseits des alltäglichen Umfelds zu schließen. Jede Gruppe hat zudem die Aufgabe, einen Teil des Ferien-Mottos zu gestalten. Die einen basteln Instrumente und musizieren damit, andere tanzen nach Musik und führen etwas auf. Am letzten Tag sind alle Rheinenser eingeladen, einen Rundgang über das Festivalgelände (Schulhof) zu machen.   

Wo Eltern Initiative zeigen

Alia hatte zum ersten Mal in der Schule von dem Projekt erfahren. Damals kam eine der Organisatorinnen vom CeBeeF in ihre Schule und hat für das Projekt geworben. Sie wusste damals schon, dass sie später im sozialen Bereich arbeiten möchte, und war froh über die Gelegenheit, vorab schon mal Praxisluft zu schnuppern. Inzwischen studiert sie Gerontologie in Vechta.

Der CeBeeF ist seit 1977 als klassische Elterninitiative aktiv. Damals gab es noch sehr viel weniger Einrichtungen oder Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung als heute. Also haben es die Eltern selbst in die Hand genommen. Das Ergebnis kann man jeden Sommer in der Euregio Gesamtschule in Rheine besichtigen.

Der Kick fürs Selbstbewusstsein

Für Alia Bouzari war die erste Stadtranderholung ein Sprung ins kalte Wasser. Sie hatte vorher kaum Kontakt zu Menschen mit Behinderungen. Aber schon im Vorbereitungskurs lernte sie, was beim Vorlagenwechsel zu beachten ist oder probierte aus, wie es ist, wenn man selbst in einem Rollstuhl sitzt. Sie erinnert sich: „Pflegerische Dinge haben mir auch am Anfang nichts ausgemacht. Im Gegenteil, ich war stolz, dass ich es auf Anhieb konnte. Inzwischen weiß ich auch, was zu tun ist, wenn zum Beispiel jemand einen Krampfanfall hat.“ Das ist nicht nur gut für ihre spätere Arbeit, sondern auch für das Selbstbewusstsein.

 

Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch nach seinen individuellen Möglichkeiten selbstbestimmt leben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann. Dieses selbstverständliche Miteinander erreichen wir nur, wenn sich möglichst viele Menschen für eine inklusive Gesellschaft einsetzen und sie mitgestalten – zum Beispiel durch freiwilliges Engagement. Die Aktion Mensch bietet mit ihrer Freiwilligen-Datenbank einen Überblick über die zahlreichen Möglichkeiten: Menschen mit und ohne Behinderung können aus mehr als 13.000 Angeboten  das passende Engagement auswählen.

Weitere Ideen für inklusives Engagement finden Sie in der Freiwilligen-Datenbank.

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Inklusion

Das große Schweigen: One Night Stands im Rollstuhl

Google weiß nicht nur alles, noch besser ist eigentlich, dass Google immer jemanden auf der Welt kennt, der genau das gleiche Problem hat wie man selbst. Aber umso einsamer fühlte ich mich, als mir Google eines Abends niemanden zeigen konnte, der die gleichen Fragen hat wie ich.

@tone / flickr.com

Wenn man das Wort One Night Stand in Google eingibt, erhält man Millionen von Treffern und gleich auf der ersten Seite mindestens 50 Regeln, die man dabei unbedingt beachten sollte. Man könnte jetzt darüber streiten, ob man die wirklich alle braucht, aber es scheint also zumindest ein Thema zu sein, zu dem es ziemlich viel zu sagen gibt.

Fügt man zu seiner Suchanfrage aber das Wort „Rollstuhlfahrer“ hinzu, gibt es plötzlich nur noch knapp 200.000 Treffer. Na gut, das lässt sich noch damit erklären, dass man seine Suche nun eindeutig auf die deutsche Sprache und eine bestimmte Zielgruppe eingrenzt hat. So richtig ernüchternd wird es aber, wenn man erkennt, dass sich nur ganze drei Beiträge überhaupt irgendwie mit dem Thema auseinandersetzen, während alle anderen auf andere Themen rund um Behinderungen ausweichen.

Keine Tipps, keine Erfahrungen 

Der aktuellste Beitrag ist eine Forumsdiskussion, die mehr als drei Jahre alt ist und sich um die Frage dreht, ob es für nicht behinderte Menschen moralisch in Ordnung ist, mit Menschen mit Behinderung Sex zu haben. Das ist alles, was man findet.

Keine Tipps, keine Regeln, keine Erfahrungen von anderen Menschen im Rollstuhl.

Heißt das also gleichzeitig, dass Menschen im Rollstuhl keine One Night Stands haben? Für die meisten Menschen ohne Behinderung wahrscheinlich eine durchaus realistische Vorstellung. Aber die Wahrheit ist, auch mit Rollstuhl ergeben sich immer wieder Gelegenheiten, und es würden sich sicher noch mehr Gelegenheiten ergeben, wenn wir uns endlich darüber austauschen würden.

Diese Antworten gibt es in keiner Zeitschrift

Das große Schweigen verunsichert, egal wie aufgeschlossen man selbst eigentlich ist. Früher oder später kommen die Zweifel: Bin ich für den anderen vielleicht nur ein Fetisch? Ist das nicht doch irgendwie alles zu gefährlich? Wie organisiere ich das mit der Assistenz drum herum? Die Antworten auf diese Fragen gibt es in keiner Zeitschrift oder keinem anderen Ratgeber. Das mag vielleicht nicht weiter verwunderlich sein, aber dass nicht mal Google Antworten darauf hat, ist schon ein bisschen schockierend. Wir sind schließlich schon längst die Generation, die sich für den Gipfel der Aufgeklärtheit und der Tabulosigkeit hält.

Mag sein, dass ich viel verlange, schließlich müssen sich viele Menschen noch überhaupt an den Gedanken gewöhnen, dass Menschen mit Behinderung durchaus Sex haben. Dass dies aber nicht nur innerhalb einer Beziehung möglich ist, wird in den meisten Überlegungen konsequent ausgeblendet. Umso wichtiger ist es, dass wir selbst anfangen, darüber zu reden, um Erfahrungen und Antworten zu sammeln. Schließlich ist es am Ende doch bei allen Menschen wieder gleich: Man bereut irgendwann am meisten die Dinge, die man sich nicht getraut hat.

 

Linktipps:

Mehr zum Thema Sexualität und Behinderung beim Familienratgeber

Behinderung und Sexualität: Noch immer ein Tabu. Heiko Kunert über Behinderungen von Sexualität

Sex and the wheelchair. Petra Strack über die Sexualität von Frauen mit Behinderung

Knutschen wie im Kino. Raúl Krauthausen über Berührungsängste beim Thema Beziehung, Partnerschaft, Sex und Behinderungen

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Freiwilliges Engagement

Die Gipfelstürmer von Kreuzberg

Auch Kinder, die in der Stadt groß werden, sollen Abenteuer erleben. Das haben sich die „Stadtcamper“ in Berlin-Kreuzberg auf die Fahnen geschrieben. Marietta, Kostja oder Ali haben es schon ausprobiert und wollen nicht mehr ohne.

Foto: CC BY 2.0 / Marcus Hansson / Flickr

Es ist eine bunte Truppe, die sich jeden Freitagnachmittag in der Axel-Springer-Straße trifft. Da sind Marietta und Katharina, die beiden Schwestern von nebenan, Ali mit seiner Einzelfallhelferin, Sabri und Kostja, die sich lautstark mit Tierlauten begrüßen und sich dabei schlapp lachen oder der zurückhaltende Sebastian, der seine Umwelt hoch konzentriert beobachtet.

Kleine und große Fluchten aus dem Alltag

Wenn sich die jungen Camper, die zwischen 9 und 15 Jahren alt sind, einmal in der Woche treffen, spielen sie Fußball, klettern an einer speziellen Wand im Nachbarhof, besuchen Indoor-Klettergärten oder machen kleine Kanutouren. Die Organisation übernimmt der Verein Integrationsprojekt, der schon diverse inklusive Angebote für die Nachbarschaft geschaffen hat.

Highlight sind die Ferienfreizeiten zum Beispiel in der Sächsischen Schweiz: eine Woche lang Kletterkurs in den Sandsteinfelsen, zelten, gemeinsam kochen, Lagerfeuer und Stockbrot. Marietta (9) und ihre drei Jahre ältere Schwester waren schon öfter dabei und lieben die Zeit jenseits von Großstadt, Verkehrschaos und Schulstress.

Alle können mitbestimmen

Diese kleinen Fluchten aus dem Alltag machen nicht zuletzt Freiwillige wie Michael möglich. Der 27-Jährige ist selbst jahrelang Teilnehmer auf den Freizeiten gewesen. Mit 16 machte er dann seinen Jugendgruppen-Leiterschein und wurde zum Teamer. Er ist der Kletterexperte im Team, kümmert sich um die Ausrüstung und sichert Sabri, Yaren, Kostja oder Celina mit dem Seil, wenn sie an der Kletterwand in zehn Meter Höhe hängen. Seine Motivation bringt er ganz unprätentiös auf den Punkt: „Ich will Kindern die Möglichkeit geben, Sachen zu machen, die sie sonst nicht machen könnten.“ Auch viele ehemalige FSJlerinnen engagieren sich weiterhin ehrenamtlich im Verein und ermöglichen so Projekte, die sonst kaum durchführbar wären.

Warum so viele Freiwillige dem Verein treu bleiben? Einmal natürlich, weil sie die gemeinsame Zeit mit den Kindern und Jugendlichen genießen. Darüber hinaus macht das Integrationsprojekt e.V. eine entscheidende Sache richtig: Der Verein, den Ede Glittenberg 1987 in Kreuzberg gegründet hat und bis heute leitet, versteht sich als ausdrücklich basisdemokratisch. Mitreden können hier nicht nur die hauptamtlichen Mitarbeiter, sondern auch die freiwillig Engagierten. Sie sind in den Gremien vertreten, die über die Verteilung der finanziellen Mittel entscheiden und können so direkt mitbestimmen, welches Projekt welche Ausstattung bekommt. Das funktioniert hervorragend und kann Vorbild für andere Freiwilligen-Organisationen sein.

Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch nach seinen individuellen Möglichkeiten selbstbestimmt leben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann. Dieses selbstverständliche Miteinander erreichen wir nur, wenn sich möglichst viele Menschen für eine inklusive Gesellschaft einsetzen und sie mitgestalten – zum Beispiel durch freiwilliges Engagement. Die Aktion Mensch bietet mit ihrer Freiwilligen-Datenbank einen Überblick über die zahlreichen Möglichkeiten: Menschen mit und ohne Behinderung können aus mehr als 13.000 Angeboten  das passende Engagement auswählen.



Weitere Ideen für inklusives Engagement finden Sie in der Freiwilligen-Datenbank.

 

Linktipps:

Die Magie des Bolzplatzes.Ein Blogbeitrag über Ehrenamtliche, die allen die Möglichkeit geben wollen zu kicken.

 

 

Kinder an die Macht. Ein Blogbeitrag über die Kinderspielstadt Kleinhayn, die jede Sommerferien stattfindet.

 

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Freiwilliges Engagement

Was hab ich?

Wer den Befund seines Arztes vor lauter Fachbegriffen nicht versteht, für den gibt es kompetenten Rat. Auf der Plattform „Was hab’ ich?“ sind mehrere hundert Medizinstudierende und Ärzte aktiv, um das Mediziner-Latein in verständliche Sprache zu übersetzen – natürlich ehrenamtlich.

Foto: Amac Garbe, ein-satz-zentrale.de

Für die Übersetzung des 25. Befunds hat Katrin Schweizer einen Orden bekommen. Die Auszeichnung der frisch examinierten Medizinerin ist zwar virtuell, aber was sie dafür geleistet hat, hilft Patienten und ihren Angehörigen ganz real. Die 26-Jährige, die gerade ihr Praktisches Jahr in Hanau angetreten hat, formuliert ärztliche Befunde um und versieht sie mit Erläuterungen, damit der Patient auch ohne jedes medizinische Fachwissen versteht, was gemeint ist.

Auf Augenhöhe mit dem Arzt

Eine intelligente Online-Plattform bringt Medizin-Studierende und Patienten zusammen, ohne dass sie sich direkt begegnen würden. Dort kann jeder ärztliche Befunde digital hochladen, die er alleine nicht verstehen würde. Das „Was hab’ ich?“-Team stellt sie anonymisiert in den geschlossenen Bereich der Webseite, zu dem nur die registrierten (angehenden) Mediziner Zugang haben. Katrin Schweizer: „Ich schaue meist am Wochenende, welche Befunde noch nicht in Bearbeitung sind, lese hinein und suche mir einen aus, der mich interessiert.“ Mit einem zweiseitigen Arztbrief ist sie meist mehrere Abende beschäftigt, schlägt immer wieder in Fachbüchern nach und recherchiert online. Katrin Schweizer stellt klar: „Uns geht es nicht darum, den Arzt zu ersetzen. Wir wollen lediglich, dass sich der Patient auf Augenhöhe mit ihm unterhalten kann.“

Perfektes Training für das Arzt-Patienten-Gespräch

Die Engagierten – egal ob Studierende oder fertig ausgebildete Mediziner – arbeiten ehrenamtlich. Kleine Auszeichnungen wie die für den 25. Text sorgen auf der Plattform spielerisch für zusätzliche Motivation. So gibt es auch digitale Anstecker für die erste Übersetzung, für eine besonders lange oder auch eine, die erst spät in der Nacht fertig wurde.

Obwohl das Projekt weitgehend online-basiert ist, wird eine enge Betreuung der mehreren hundert Freiwilligen sichergestellt. Es beginnt mit einem Schulungs-Video und dem persönlichen Telefonat mit einem Mitarbeiter. Danach können an ersten leichteren Texten Erfahrungen gesammelt werden. Mindestens die ersten fünf Übersetzungen checkt ein Supervisor gegen und gibt Empfehlungen. Auch später ist ein zweiter Blick durch erfahrene Übersetzer jederzeit möglich.

Für Katrin Schweizer ist klar, dass die Arbeit für „Was hab’ ich?“ auch beruflich eine ganze Menge bringt: „Ich lerne viel über die Art und Weise, wie man mit Patienten und Angehörigen sprechen sollte. Was beispielsweise eine verkalkte Herzklappe für Folgen hat, hätte ich vorher nicht für Laien verständlich erklären können.“

Inzwischen sind Studierende an sämtlichen deutschen medizinischen Fakultäten bei „Was hab’ ich?“ aktiv. Weitere freiwillig Engagierte werden gesucht und können sich über die Homepage der Organisation melden. Im besten Fall geht es ihnen dann wie Katrin Schweizer, die ganz schnell merkte: „Mich hat es gepackt!“

Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch nach seinen individuellen Möglichkeiten selbstbestimmt leben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann. Dieses selbstverständliche Miteinander erreichen wir nur, wenn sich möglichst viele Menschen für eine inklusive Gesellschaft einsetzen und sie mitgestalten – zum Beispiel durch freiwilliges Engagement. Die Aktion Mensch bietet mit ihrer Freiwilligen-Datenbank einen Überblick über die zahlreichen Möglichkeiten: Menschen mit und ohne Behinderung können aus mehr als 13.000 Angeboten  das passende Engagement auswählen.

Weitere Ideen für inklusives Engagement finden Sie in der Freiwilligen-Datenbank.

 

Linktipps:

Ärztliche Hilfe auf Rädern. Ursel Holdhoff-Krauel versorgt wohnungslose Menschen in Hamburg medizinisch.

 

Jede Menge Engagement an der Uni. Engagement-Ideen für die Studienzeit.

 

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Aktion Mensch-Blog

Behindert und erfolgreich? Kein Widerspruch!

Positiv mit einer Behinderung umgehen, sie sogar als Vorteil wahrnehmen? Klar! Johannes Mairhofer hat Menschen getroffen, für die das kein Widerspruch ist.

#keinwiderspruch – so heißt das Projekt und die Webseite von Johannes Mairhofer. Wenn ihr die Seite besucht, lernt ihr etwa 30 Menschen kennen, die keine Lust darauf haben, in die „trotz der Behinderung“-Schublade gesteckt zu werden. In persönlichen Texten erzählen sie, was ihre Behinderung für sie bedeutet.

Hier könnt ihr (gekürzte) Auszüge aus drei der Texte lesen:

Raul Krauthausen: Anders und humorvoll

Johannes Mairhofer

Auf den ersten Blick finden andere Menschen meine Erscheinung oft widersprüchlich. Vor allem bei Kindern kann man immer wieder das gleiche Phänomen mitverfolgen: Wie sie staunen und in ihren Köpfen mit offenem Mund nach der passenden Kategorie für mich suchen, wenn sie einer bärtigen männlichen Person mit einer kinderähnlichen Statur im wörtlichen Sinne auf Augenhöhe begegnen. „Du siehst ja witzig aus“, platzte neulich ein kleines Mädchen anstelle einer üblichen Begrüßung heraus, als würde sie ein besonders kreatives Faschingskostüm loben. Nach einem kurzen Moment der Sprachlosigkeit fand ich diese geradlinige und kindlich-enthusiastische Reaktion doch sehr erheiternd. Und: Ihr spontan geäußertes Urteil beschreibt mich eigentlich ganz gut: anders und dabei humorvoll. Und eben nicht „anders, aber …“.

Lisa Schmidt: Glückliche Rollifahrerin

Johannes Mairhofer

Bis vor einem Jahr bin ich ausschließlich gelaufen – erst ohne, später mit Krücken. Als Kind wurde ich noch bis ins Grundschulalter bei längeren Strecken mit einem Buggy durch die Gegend geschoben. Später bin ich mit einem Tretroller durch den Supermarkt geflitzt. Heute frage ich mich: warum denn kein Rollstuhl? Eine Mutter mit einem Kind im Buggy ist nichts Ungewöhnliches, aber eine Mutter mit Kind im Rollstuhl? Und ein Teenie mit Krücken? Kann schon mal passieren, die hat sich sicher nur das Bein gebrochen. Und ein Rolli sähe ja eh „total behindert“ aus.

Diese Einstellung habe ich zum Glück geändert. Vor einem Jahr war ich in der Reha – ich wollte die Krücken loswerden! Genau genommen habe ich das auch geschafft, nur anders als ich es mir vorgestellt habe. Es ging mir darum, endlich die Hände frei zu haben, mal ‘nen Koffer oder Einkaufswagen schieben zu können. In der Reha wurde mir, wie schon so oft zuvor, ein Rollstuhl für weitere Strecken nahegelegt. Diesmal habe ich es probiert – und das war eine der besten Entscheidungen meines Lebens!

Michael Herold: Geht nicht, gibt’s nicht

Johannes Mairhofer

Der größte und auch älteste meiner Träume war, in einem Flugdrachen zu fliegen. Ich rief über Wochen bei Flugschulen und Vereinen an und schilderte meine Lage – immer mit dem Ergebnis, dass es nicht ging, weil „du schon ein paar Schritte rennen musst“. Wieder und wieder die gleiche Absage. Irgendwann dann aber: „Ja klar, das kriegen wir irgendwie hin. Hast du am Sonntag Zeit?“

An diesem Sonntag segelte ich auf 1.000 Meter Höhe in einem Flugdrachen. Ein Tandemflug, denn in Deutschland braucht man dafür einen Flugschein. Dort oben war absolute Stille, es gab keinen Lärm, keine Autos, keine Telefone – nur den Wind, der mir ins Gesicht blies. Dann ist etwas passiert, womit ich nicht gerechnet hatte. Der Pilot schaute zu mir und sagte: „Na los, nimm das Steuer, du fliegst jetzt mal.“ Wenige Augenblicke in meinem Leben haben mir so den Atem geraubt wie die folgenden Minuten. Ich war wieder der kleine Junge, der endlich flog, obwohl er sein Leben lang dachte, er würde das nie können.

 

Die gesammelten Texte findet ihr auf keinwiderspruch.de – zusammen mit den Porträt-Fotos, die Johannes Mairhofer gemacht hat.

Aktuell läuft ein Crowdfunding, denn aus den Porträts sollen ein gedrucktes Magazin und ein Hörbuch entstehen. Noch bis Sonntag (28. Juni 2015) könnt ihr das Projekt unterstützen: startnext.com/keinwiderspruch

 

Links:

Ihr wollt die ungekürzten Texte auf #keinwiderspruch lesen? Hier gibt's mehr von Raul Krauthausen

Hier geht's zum kompletten Text von Lisa Schmidt

Den vollständigen Text von Michael Herold findet ihr hier

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