Shoppen – aber richtig

Ninia Binias ist unsere Shopping-Queen. Vielleicht kennst du sie aus unserem Casting-Film "Das erste Mal". Jetzt startet sie bei RTL ihre eigenen Shows: "Ninias Fashion Mag" und "Ninias Style der Woche". Sie präsentiert Mode, gibt Shopping-Tipps, interviewt andere, die beruflich mit Mode und Trends zu tun haben und verpasst Leuten einen neuen Look. Für uns war sie vorher schon mal einkaufen, in Köln – und nimmt dich mit. Auch ins inklusive Café "Wo ist Tom?".
 


Man muss sich auch mal etwas Gutes tun - klarer Fall. Für Frauen heißt das häufig: Shoppen gehen. Wie wäre es, dabei auch mal etwas Gutes für andere zu tun? Mit dem Glückslos der Aktion Mensch kannst Du wöchentlich bis zu zwei Millionen Euro gewinnen – und unterstützt gleichzeitig soziale Projekte. Die beiden hier machen es vor:
 

Shopping Queen – auch im wirklichen Leben?


Ninia Binias und Anika Lehmann haben für die Aktion Mensch einen Werbespot gedreht, um das neue Glückslos vorzustellen. Darin kommen sie, voll bepackt mit Taschen, nach Hause. Ein schlechtes Gewissen haben sie aber nicht, denn sie haben auch ein Los gekauft. Ninia hat sich damit ein stückweit selbst gespielt, erzählt sie.

Ninia Binias

Aktion Mensch: Gehst Du auch im wirklichen Leben gerne shoppen?


Ninia: Mir macht beim Shoppen allein schon das Ausprobieren Spaß - es geht gar nicht vorrangig um den Kauf an sich. Je älter ich werde, umso weniger kaufe ich. Dafür dann aber Teile, von denen ich weiß, dass ich sie wirklich tragen werde und sie lange halten werden. Ich unterstreiche meine tägliche Laune gerne durch meinen Look, und dafür brauche ich natürlich eine große Auswahl im Kleiderschrank. Da hat sich so einiges angesammelt. Meine Regel lautet aber inzwischen: Sobald etwas reinwandert, muss ich auch wieder etwas rausschmeißen. Trotzdem ist es natürlich ein schönes Gefühl, nach dem „Jagderfolg“ mit den Tüten nach Hause zu kommen.


Wie war die Zusammenarbeit mit Anika?


Zwischen mir und Anika hat es sofort gefunkt! Ich habe sie auf meinem Blog als meine „Topf-auf-Deckel-Partnerin“ bezeichnet. Wir haben uns direkt super verstanden und zumindest ich spürte keinerlei Barrieren. Wir waren, auch vor der Kamera, direkt im Flow. Ich war froh, dass sie überhaupt nicht komisch oder unsicher reagiert hat. Wir haben uns verabschiedet und versprochen, in Kontakt zu bleiben, auch wenn aus dem Casting nichts werden sollte. Danach haben wir uns direkt bei Facebook geschrieben. Wir waren also wirklich sofort auf einer Wellenlänge.


Welche Erfahrungen haben Sie sonst mit Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung gemacht?


Ich bin selbst kleinwüchsig und merke oft, dass Menschen unsicher sind, wenn sie mir begegnen. Vielleicht, weil sie gerne alles „richtig“ machen wollen und dann aber nicht wissen, wie. Manche hocken sich völlig unbequem hin, um mit mir auf Augenhöhe zu sein. Das ist eine nette Intention, aber für mein Gegenüber total unbequem, deshalb finde ich das albern. Ich bin es ja gewohnt, nach oben zu schauen. So lange ich merke, dass Menschen sich Mühe geben und nicht nur starren oder dumme Sprüche machen, was leider auch passiert, ist alles gut. Schwierig sind vor allem alte Menschen - die haben oft noch so feste Regeln im Kopf, dass alle Abweichung von der Norm von ihnen als sehr komisch empfunden wird und sie sehr lange starren oder mich wie ein Kind behandeln, weil ich eben klein bin.

Anika Lehmann

Aktion Mensch: Gehst Du auch im wirklichen Leben gerne shoppen?


Anika: Die Frage bringt mich zum Schmunzeln, da ich beim Thema Shoppen nicht die "typische Frau" bin. Jedenfalls nicht was Menge und Häufigkeit angeht. ;) In Hamburg habe ich einen Lieblingsladen (das "Goldig") und wenn ich etwas brauche gehe ich fast ausschließlich dort hin. Ich liebe es aber sehr in anderen Städten (zb. Berlin und Köln) und Ländern (zuletzt in LA, Brasilien, NY) auf die Suche nach ausgefallenen Sachen zu gehen.


Wie war die Zusammenarbeit mit Ninia?


Die war von Anfang an witzig, sehr offen und mit viel Spaß verbunden. Während des Castings war ich kurz verwirrt, weil ich dachte, dass ich mit meiner Spielpartnerin schon die ganze Zeit zusammen im gleichen Raum warten würde. Ehrlich gesagt dachte ich beim ersten Zusammentreffen einfach: "Ach, eine Kollegin, die kleiner ist."
Wir waren uns bei allen Sachen sofort einig und auch Berührungsängste hatten wir nicht. Zwischendurch hatte ich aber schon das Gefühl, dass ich gerne mit Ninia körperlich auf Augenhöhe wäre, weil ich das runter gucken auf sie doof fand.
Der Drehtag (ich glaube es waren ca. 14 Stunden) war schon lang für jemanden, der ein solches Pensum sonst nicht gewöhnt ist, aber Ninia ist ganz Profi. Zwischendurch hab ich ihr vielleicht nen paar kleine Tipps geben können, aber ansonsten haben wir uns einfach gegenseitig bei Laune gehalten mit vielen Geschichten und gemeinsamen Gängen zum Catering.
Ich bewundere Ninia für ihre Vielseitigkeit und dafür, was sie alles umsetzt und einfach macht. Ich hab das Gefühl, dass wir beide unsere Träume leben und ich würde mich freuen, wenn wir auch andere Menschen dazu inspirieren können gleiches zu tun. "Go for it" könnte unser gemeinsames Motto sein.
Sehr stolz macht mich, dass Ninia mich in ihrem Blog erwähnt hat als ihre "Sofort-Deckel-auf-Topf-Partnerin Anika". Hier geht's zum Blog-Beitrag


Welche Erfahrungen hast Du sonst mit Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung gemacht?


Ich unterscheide das ungern, aber um die Frage zu beantworten: einige Begegnungen hatte ich mit Menschen mit Down-Syndrom und war immer ganz entzückt über den ganz puren Austausch und die grosse Liebe, die da zu spüren ist. Vor einer Weile hat ein Freund meiner Oma (ich hatte ihn zum ersten Mal gesehen) ganz süß seine Arme geöffnet und wollte unbedingt, dass wir uns sofort umarmen. Das war ein so toller, herzlicher und warmer Moment.
Ich liebe diese Sensibilität und das Feingefühl, dass ich auch habe und das natürlich manchmal das Leben auch schwerer machen kann, wenn man alles spürt und sich aufmacht für jede Energie. Aber dass das überhaupt möglich ist, ist ein großes Geschenk.

Ein witziger Moment war auch beim Fitting mit meinem Casting-Partner, der Contergan geschädigt war. Er kommt mit einigen Dingen in den Händen an mir vorbei und ich frage ihn: "Kann ich dir vielleicht was abnehmen." Er dann: "Nee danke, geht schon". Darauf dachte ich: "Oh man...warum frag ich überhaupt, klar kommt er ohne meine Hilfe aus" Und später komm ich dann vollbepackt an ihm vorbei und er zu mir: "Kann ich Dir jetzt vielleicht etwas abnehmen?" Da mussten wir dann beide lachen.
All das (Casting, Dreh und Fotoshooting) war wirklich eine tolle Erfahrung für die ich immer dankbar sein werde und wenn ich jetzt den Spot "das 1.Mal" sehe bekomme ich immer wieder Gänsehaut.


„Intensiv wahrnehmen“

Anna Garbe.

Theater ist Annas große Leidenschaft. Wie das geht, wenn man fast nichts sieht, erzählt sie im Interview.

Anna kennenlernen

Abgedreht!

Ein Kamerabildschirm, auf dem eine Protagonistin aus dem Casting zu sehen ist.

Überraschungen, Erfahrungen und neue Freundschaften. Den Film rund um's Casting siehst du hier.

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Auf Augenhöhe

Winfried und Matthias geben sich die Hand

Wie könnte das optimale Zusammentreffen von Menschen mit und ohne Behinderung aussehen?

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