Snukieful und Ypsilon

"Es ist völlig egal, ob einer blind oder taub ist. Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, dass alle miteinander leben" – darüber waren sich Fabiana aka. Ypsilon und Marie aka. Snukieful bei ihrem Zusammentreffen einig. Schaut es auch an!

Mit Aktion Mensch-Nutzerkonto

Melde dich an und diskutiere mit!

Als Gast

Gib deinen Namen oder ein Pseudonym sowie deine E-Mail-Adresse an und kommentiere als Gast:

Die mit * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.


Sortieren nach Datum:

avatar

olá ana

Ich finde du hast durchaus schon Videos gebracht die doch etwas politischer waren

avatar

karlotta

Ich fand das Video leider eher langweilig und oberflächlich ):

avatar

sakui1706

Sehr inspirierendes Video

avatar

Pauline Albert

Wow krasses Video, mir ist kein bisschen aufgefallen, dass sie blind ist und war am Anfang auch etwas verwirrt. Richtig tolles Video !

avatar

hushhush85

Richtig gute Fragen. Nicht 0815.... und es war sehr schön, dass ihr richtig miteinander gesprochen habt und euch dabei angesehen habt.

avatar

leyla_dream

Ich dachte erst sie hat eine geistliche Behinderung weil sie dass mit dem handdruck meinte

avatar

Ma Jo

Ich mags voll wie Fabi auf Maries Antworten eingeht und sie kommentiert. So eine besondere Aufmerksamkeit 😊

avatar

27silka

Fabiana ist ein toller Mensch! Beeindruckend wieviel Selbstbewusstsein sie ausstrahlt. So viele immer meckernden Leute sollten sich ein Beispiel an ihr nehmen. Uns geht es so gut. Seid Dankbar ☺️❤️

avatar

Lisa Li

OMG ich habe gar nicht gemerkt, dass sie blind ist es ist wirklich ein wunderbares Projekt und öffnet mir und bestimmt auch so vielen anderen Menschen die Augen ich werde von jetzt an anders auf ALLE anderen Menschen zugehen Wunderbares Video❤❤

avatar

Pilein

Krass, ich habe das überhaupt nicht bemerkt, dass Fabi blind ist! Tolles Video mit einigen sehr tiefgreifenden Fragen :-)

Marie und Fabiana im Interview

Zwei Mädchen sitzen nebeinander, links ist ein Mädchen mit blonden, langen Haaren zu sehen, rechts ein Mädchen mit schulterlangen, braunen Locken.

Was könnt ihr besonders gut?

Marie: Ich würde von mir sagen, dass ich gut Menschen motivieren kann.

Fabiana: Das würde ich tatsächlich auch sagen, da ich das oft rückgemeldet bekomme.

Warum habt ihr beim #barrierefreiTag mitgemacht?

Fabiana: Ich habe beim #barrierefreiTag mitgemacht, weil ich es so wichtig finde, über Dinge zu sprechen, über die sonst nicht so oft gesprochen wird. Und um eine Selbstverständlichkeit in das Thema Menschen mit Behinderung zu bringen.

Marie: Ich fand‘s mega spannend mal auf der anderen Seite sitzen zu können und diese “Kinderfragen”, die man sich sonst nicht zu fragen traut, stellen zu dürfen. Es ist eine Gelegenheit, alles fragen zu können, was mich interessiert.

Hattet ihr vor diesem Projekt Berührungsängste?

Fabiana: Also ich hatte keine Berührungsängste einen Menschen, der sehen kann, zu treffen. (beide lachen)

Marie: Ich muss sagen, ich hatte auch überhaupt keine Berührungsängste. Ich fand es richtig spannend, habe mich mega auf den Tag gefreut und war total gespannt, Fabie kennenzulernen.

Fabiana: Beruht auf Gegenseitigkeit!

Wie war denn euer gemeinsamer Tag für euch?

Marie: Sehr schön, oder?

Fabiana: Ja, es war super! Wir haben extrem viel gelacht, wir haben viel übereinander erfahren und ich fand, dass du so schöne Fragen gestellt hast! Wie du gerade schon gesagt hast: ohne Berührungsängste – das war sehr schön.

Marie: Ich fand es richtig interessant, weil es Fragen waren, die ich noch nie jemandem gestellt habe und du hast so schöne Antworten gegeben. Es hat sehr viel Spaß gemacht, dir zuzuhören.

Marie, hast du dich bisher schon mal mit dem Thema “Inklusion” befasst?

Marie: Tatsächlich noch nicht. Meine Schwester wird wahrscheinlich später in einem Kindergarten arbeiten, daher ist es bei ihr ein Thema und wir haben darüber schon öfter geredet, aber ich hatte in meinem Umfeld noch überhaupt keinen Kontakt zu einem Menschen mit Behinderung. Deswegen fand ich es umso spannender, mehr darüber zu erfahren.

Porträt von einer jungen Frau nmit blonden, schulterlangen Locken.

Meinst du, wenn sich Menschen mit und ohne Behinderung schon ganz früh begegnen z.B. im Kindergarten, dass Berührungsängste überhaupt noch ein Thema wären?

Marie: Ich denke nicht, dass Berührungsängste noch ein Thema wären, wenn sich schon ganz früh Menschen mit und ohne Behinderung begegnen, weil da irgendwie alles normal ist. Es ist völlig egal, ob einer blind oder taub ist. Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, dass alle miteinander leben.

Fabiana, was ist deine Meinung dazu?

Fabiana: Ich sehe das genauso! Vor allem bei Kindern ist alles viel selbstverständlicher. Die nehmen einen einfach, so wie man ist. Ich erlebe das am eigenen Leib: Kinder sind so offen und herzlich und sie fragen auch einfach. Ich denke, man sollte ganz früh anfangen. Dann profitieren alle davon!

Fabiana, was bedeutet denn deine Behinderung für dich?

Fabiana: Meine Behinderung bedeutet für mich, dass ich eine Aufgabe im Leben habe. Aber vor allem auch, dass ich gerade dabei bin zu lernen, dass ich etwas weitergeben und Dinge wertschätzen kann. Aber auch meine Grenzen habe, die mir an manchen Stellen vielleicht gut tun.

Zum Beispiel?

Fabiana: Ich wollte als Kind Medizinerin werden und im OP arbeiten. Ich glaube, es ist ganz gut, dass das nicht passiert ist. (alle lachen) In der Berufswahl bin ich sehr eingeschränkt. Ich habe manchmal so viel Energie und weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, da schränkt mich meine Behinderung schon ein, sodass ich manchmal den Weg vorgezeigt bekomme.

Eine junge Frau mit blonden, langen Haaren lächelt in die Kamera.

Was bedeutet für euch Barrierefreiheit?

Fabiana: Barrierefrei ist für mich ein sehr großes Wort, was viele noch nicht begriffen haben. Man spricht das gerne mal schnell aus: “Wir gestalten das hier barrierefrei, weil es keine Stufen gibt.”. Aber barrierefrei heißt, man denkt an alle. Hier darf jeder teilhaben, egal wie er ist. Und dass Menschen mit Behinderung mehr zugetraut wird und Menschen mit, aber auch die ohne, selbst auch dazu bereit sind, zu reflektieren, ihre Meinung zu ändern und mitzudenken.

Marie: Kann ich genauso unterschreiben! Ich finde Barrierefreiheit bedeutet Gleichberechtigung.

Was tut ihr persönlich, damit Barrieren abgebaut werden?

Fabiana: Ich habe für mich einen Weg gefunden, mit Barrieren umzugehen, indem ich meinen YouTube-Kanal habe, auf dem ich ganz selbstverständlich und offen darüber rede, was meine Barrieren sind und welchen Barrieren in Köpfen ich vor allem begegne. Ich versuche somit mit meiner eigenen Geschichte mit der Blindheit anderen die Augen zu öffnen. Das ist ein Weg, der sich für mich sehr gut anfühlt und zur Barrierefreiheit beiträgt.

Marie: Ich glaube, dass man durch den Dialog ganz viel machen kann: durch Erklären, durch offene Kommunikation, durch sowas hier. Dass wir uns getroffen und über spannende Fragen geredet haben. Ich glaube, dass alle, die heute dabei waren, mega viel lernen konnten und es super interessant fanden.


Sieh dir auch die anderen Videos an: