Mathias und Johannes

"Berührungsängste sind mir fremd" sagt Bodybuilder Johannes von sich. Das trifft sich gut, findet Mathias, den wir zum #barrierefreiTag mal bei Johannes vorbei geschickt haben.


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I ESS

Der Gartenzwerg arbeitet beim BVA in Köln, in der Eupener Str. Die sind dort alle etwas behindert. Nicht unbedingt körperlich.

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Noname

Der sollte mal klimmzüge machen :)

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ali ali

Behindert hä was nur weil er 142 groß ist bedeutet es rein gar nix respekt 115 kg das schaffen die wenigsten ich bin selbst speerwerfer und zieh den hut vor ihm er rockt das ding

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Moritz Schwan

Einfach Respekt

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David Hätinger

Tyrion Lennister ? mit muskeln

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Carl Vogel

Ich stell mir das ein bisschen vor wie antman... Ist viel kleiner als du und haut dich trotzdem um. Starke Leistung💪👍

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tobiZry

100 Kilo drücken ist prinzipiell schon ziemlich schwer für viele die normal trainieren und der Mann drückt das locker obwohl es doppeltes Gewicht ist! Absolut krass!

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Alex Brü

Johannes Luckas - Personal Training Hoffentlich aber nicht hinderliche.

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Johannes Luckas - Personal Training

+Alex Brü Weil er z Bsp schlechte Hebel hat✌️

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Alex Brü

Immer dieses Respekt blablabla warum soll es auch nicht können.

Mathias und Johannes im Interview

Was hat euch an eurem gemeinsamen #barrierefreiTag am besten gefallen?

Mathias: Für mich war das Coolste, dass wir beide sehr sportbegeisterte Menschen sind und eine Leidenschaft haben, die wir teilen. Der Johannes ist ein cooler Typ, wir konnten viel miteinander lachen.

Johannes: Mir hat es Spaß gemacht, dass ich das tun konnte, was ich sonst auch mache. Wir waren sozusagen die „Gym Bros“: Wir konnten lachen und gemeinsam Sport machen, das war cool.

Johannes, hattest du vor dem Treffen mit Mathias Berührungsängste?

Johannes: Ich habe überhaupt keine Berührungsängste verspürt. Weder vor dem Dreh noch jetzt gerade, Berührungsängste sind mir fremd. Mein Motto ist: Begegne jedem so, wie du auch willst, dass man dir begegnet und da hat sich das Thema ja sowieso schon erübrigt. Hattest du Berührungsängste bei mir, Matze?

Mathias: Du siehst gefährlicher aus, als du bist (lacht)!

Wieso habt ihr beim #barrierefreiTag mitgemacht?

Johannes: Ich habe beim #barrierefreitag mitgemacht, weil es eigentlich fast schon ein Unding ist, dass man auf das Thema überhaupt noch aufmerksam machen muss. Ich möchte ein besseres Bewusstsein für diese ganze Thematik schaffen.

Mathias: Ich habe mitgemacht, weil ich selber weiß, wie es ist, mit einer Behinderung zu leben. Außerdem wollte ich einfach mal gucken, wie der Johannes so auf mich reagiert (lacht). Hat er aber gut gemacht!

Johannes, was bedeutet Inklusion für dich?

Johannes: Wenn ich das Wort Inklusion höre, denke ich an „included“, etwas inkludieren. Ich konnte vorher nichts mit dem Wort anfangen, aber jetzt in dem Zusammenhang kann ich sagen, dass es für mich völlig selbstverständlich ist, dass man jemanden inkludiert und etwas gemeinsam macht.

Mathias, was bedeutet deine Behinderung für dich?

Mathias: Ich kann dir nur eins sagen: Ich bin so aufgewachsen und fühle mich gut so, wie ich bin. Ich würde niemals tauschen wollen, denn so bin ich etwas Besonderes. Ich konnte durch meine Behinderung heute Johannes kennenlernen – das wäre sonst nicht möglich gewesen und das ist cool!

Johannes: Ich glaube, dass ich irgendwo auch anders bin, da ich so groß und muskulös bin. Ich glaube, ich kann mich ganz gut in die Lage von Matze hineinversetzen. Es ist wichtig, dass man das nötige Selbstbewusstsein und Persönlichkeit hat und dann ist es ganz egal, ob man nur ein Bein oder nur ein Arm hat. Wichtig ist, was in dir steckt!

Es ist #barrierefreiTag: Was bedeutet für euch barrierefrei?

Matze: Barrierefreiheit bedeutet für mich persönlich, dass Menschen mit einer Behinderung als ganz normal in der Gesellschaft anerkannt werden. Ich selber erlebe immer, dass man immer noch angestarrt wird auf den Straßen, weil man anders aussieht. Das finde ich ziemlich schade, wenn ich merke, dass es da immer noch Barrieren in den Köpfen der Menschen existieren.

Johannes: Ich glaube, Barrieren befinden sich immer in den Köpfen der Menschen. Barrierefreiheit bedeutet, dass diese Barrieren überwunden und die Menschen offener werden.

Wo begegnen euch Barrieren im Alltag?

Johannes: Barrieren in den Köpfen begegnen mir ständig, zum Beispiel gegenüber Menschen, die übergewichtig sind, sehr viele Muskeln haben oder gleichgeschlechtlich lieben – einfach Menschen, die nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen. Da müssten Barrieren definitiv abgebaut werden, so dass Menschen denken: „Hey, es ist vollkommen in Ordnung, so zu sein, wie du eben bist.“

Matze: Ich begegne Barrieren vor allem beim Einkaufen, wenn ich nicht ganz oben an die Regale komme oder wenn ich etwas aus der Gefriertruhe nehmen möchte. Oder auch in der Bahn, wenn ich mich nicht festhalten kann.

Eure Tipps zum Barrierenabbauen?

Johannes: Der heutige Tag hat mir gezeigt, dass es immer noch notwendig ist, an Menschen zu appellieren und das Bewusstsein zu sensibilisieren. Ich möchte noch offener und die beste Version meiner selbst sein. Ich finde es wichtig, dass man sich reflektiert und Vorurteile, die man im Kopf hat, vielleicht noch einmal überdenkt.

Matze: Für mich sind alle Menschen alle gleich, man sollte mit jedem respektvoll umgehen. Ich hoffe, dass wir mit diesem Projekt viele Menschen erreichen und ihnen zeigen können, dass Behinderung etwas ganz Normales ist.


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