"Alle Menschen sollten in der Gesellschaft gleichgestellt sein, egal, ob jemand anders aussieht, im Rollstuhl sitzt oder ‘ne große Nase hat", meint Annika im gemeinsamen Interview mit Ina.
 


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Life with Sandy and Benni

Mega gut 😂💕

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Iman Imano

😂😂😂😂😂geil

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A.1804 L.

😂

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Alina Mltzk

„Könntest du bitte ein bisschen lauter schreien? Ich verstehe dich do schlecht“ 😂😂😂🙏🏼

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Alisha4189

Tolles Video😊 diese Ina ist sehr sympathisch und hat ne ganz angenehme Stimme, leider verstehe ich sie nicht immer zu 100%, weil du ja etwas lauter sprichst will ich nicht auf volle Pulle hoch drehen wenn mein Mäusel daneben liegt, aber ich kann es ja nochmal anschauen wenn ich mal 5 Minuten alleine hab☺️

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Jastine

Super Ina! Tolle Premiere, total souverän und witzig ihr zwei. Wir sitzen tatsächlich alle im selben Boot - übermüdet, in Dreckwäsche erstickend, dauersorgend ums eigene Kind - in Richtung Selbstständigkeit & Auszug. Durchhalten Mädels❤️

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Sarah Queeny

Mega tolles Video! Ich habe so herzhaft gelacht!

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Lea_lie Zierer

So cool gemacht

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Lea_lie Zierer

So cool gemacht

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Anekkoo

Sehr schön :D Kann ich durchweg unterschreiben. Nur hab ich mit dem Schlafen etwas mehr Glück. Der Kleine arbeitet mit mir zusammen. Hab ihn vorhin hingelegt, der schläft seit 18:00 Uhr :> Funktioniert fast jeden Tag :D

Ina und Annika im Interview
 

Was könnt ihr beiden besonders gut?

Ina: Also besser laufen als Annika kann ich nicht ;-) Ich würde sagen: die kleinen Dinge im Leben sehen. Ich bin außerdem sehr geduldig.

Annika: Ich kann gut mit Menschen umgehen. Durch meinen Job als Krankenschwester habe ich gelernt, offen auf andere Menschen zuzugehen und Berührungsängste abzulegen.

Wieso habt ihr beim #barrierefreiTag mitgemacht?

Annika: Mir hat die Idee sofort gefallen. Es ist wichtig, Barrieren im Alltag abzubauen und ich finde es schön, dass ich meinen YouTube-Kanal für so ein Projekt nutzen und Menschen davon erzählen kann.

Ina: Ich finde es wichtig, der Gesellschaft durch meine Person zu zeigen, wo es Barrieren im Alltag gibt und wo Barrieren im Kopf existieren. Ich merke im Alltag sehr oft, dass viele Menschen ein großes Problem damit haben, mit mir umzugehen, weil sie nicht genau wissen, wie.

Wo begegnen euch im Alltag Barrieren? Wo müssten Barrieren noch abgebaut werden?

Annika: Auf jeden Fall in den Köpfen! Viele Menschen haben immer noch Berührungsängste und wissen nicht, wie sie mit Menschen mit Behinderung umgehen sollen. Ich denke, dass hier Begegnungen der Schlüssel sind, wenn es darum geht, Berührungsängste und Barrieren im Kopf abzubauen. Auch die Berufswelt ist noch lange nicht barrierefrei und inklusiv, da muss auch noch viel angepasst werden!

Ina: Im Freizeitbereich begegnen einem noch viele Barrieren. Die Freizeit ist dazu da, um das Leben zu genießen, um Spaß zu haben und das zu tun, worauf man Lust hat. Viele Dinge, die man in der Freizeit gerne macht, sind aber leider nicht barrierefrei. Beispielsweise musste ich einmal von meinen Freunden in einen Kinosaal getragen werden. Meine Freunde mussten dann aus versicherungstechnischen Gründen ein Dokument unterschreiben. Auch gehe ich gerne feiern und war oft in der Situation, dass ich in Clubs und Diskotheken hineingetragen wurde. Es ist schade, dass ich in der Freizeit oft in Situationen komme, in denen ich auf andere angewiesen bin. Aber hey: Ich kam anderseits so auch häufig in die schönsten und lustigsten Situationen, weil ich auf viele Menschen gestoßen bin, die sehr nett waren. Beim Feiern bin ich einmal auf zwei Typen gestoßen, die gesagt haben: “Wo möchtest du hin? Wir tragen dich überall hin, wo du hin möchtest.” Das fand ich ziemlich lustig.

Ina, was bedeutet für dich Inklusion?

Ina: Ich finde ja, der Begriff sollte gar kein großes Thema sein. Aber Inklusion bedeutet für mich Gleichstellung: Alle Menschen sollten in der Gesellschaft gleichgestellt sein, egal, ob jemand anders aussieht, im Rollstuhl sitzt oder ‘ne große Nase hat.

Und Annika, hast du dich vorher schon einmal mit Inklusion und Barrierefreiheit befasst?

Annika: Ja, vorher habe ich in Bonn gewohnt und da hat das alles geklappt mit der Barrierefreiheit. Jetzt wohne ich in einem kleineren Ort und hier fällt mir häufig auf, dass in meiner Umwelt viele Barrieren existieren, das fängt zum Beispiel beim Busfahren an. Das fällt mir jetzt vielleicht erst recht auf, weil ich mit dem Kinderwagen unterwegs bin.

Ina, was bedeutet deine Behinderung für dich?

Ina: Meine Behinderung bedeutet für mich, einen anderen Lebensstil zu verfolgen als den, den ich vorher hatte. Ich musste mein Leben völlig neu strukturieren. Ich denke nicht, dass ich jetzt ein schlechteres Leben habe, ich habe einfach ein anderes. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und ich schätze, dass man immer etwas Gutes aus jeder Situation machen kann.

Gibt es etwas nach dem heutigen Dreh, das du in Zukunft anders machen möchtest, damit Barrieren und Vorurteile abgebaut werden können?

Annika: Ich selbst habe zwar keine Berührungsängste oder Barrieren im Kopf mehr, merke aber häufig, dass andere sie haben. Zum Beispiel nehme ich ab und zu Menschen wahr, die über andere Menschen mit Behinderung tuscheln und meistens habe ich bisher nichts gesagt. Ich denke, dass ich Menschen hier häufiger aufklären sollte, auch auf meinem Kanal.

Ina: Ich liebe es einfach, wenn ich das Bild von Einschränkung zerstöre – wenn ich Leuten erzähle, dass ich ein Baby bekommen und ein intaktes Familienleben habe, wir aktuell ein Haus bauen und dass ich ganz normal arbeiten gehe. Ich habe mir alles Stück für Stück wieder selber erarbeitet und mir macht es wirklich großen Spaß, Menschen zu zeigen, dass so etwas geht. Es ist wichtig, dass Menschen ohne Behinderung erfahren, dass Menschen mit Behinderung ganz normal leben und ihren Alltag bewältigen können.

Hier geht's zu Annikas YouTube-Kanal

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