Chronik
45 Jahre Aktion Mensch – Der Blick in die Chronik der Aktion Mensch zeichnet ein spannungsreiches Ineinandergreifen von Fernsehgeschichte und sozialer Bewegung.
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- 1949-1959 Die Nachkriegszeit bis zur Gründung der Aktion Sorgenkind
- 1960-1969 Von den Anfängen bis zur Etablierung
- 1970-1979 Inhaltliche Krise und beginnender Paradigmenwechsel
- 1980-1989 Die Neuausrichtung – Respekt statt Mitleid
- 1990-1999 Die Aktion Mensch – Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte
- 2000-2005 Kinder- und Jugendhilfe wird neuer Schwerpunkt
- 2006-heute Verändern statt zusehen: Plattform für gesellschaftliches Engagement
Kinder- und Jugendhilfe wird neuer Schwerpunkt
2000
Mit dem Ziel "50000 Jobs für Schwerbehinderte" wird das Schwerbehindertengesetz überarbeitet. Binnen zwei Jahren soll die Zahl der damals rund 200000 schwerbehinderten Arbeitslosen um ein Viertel gesenkt werden. Dieses Ziel wird auch so gut wie erreicht. Allerdings kehrt sich 2003 der Trend um: In den ersten Monaten dieses Jahres steigen im Bereich einiger Integrationsfachdienste die Kündigungsanträge nach dem Schwerbehindertenrecht gegenüber dem Vorjahr um über 30 Prozent.
Die Namensänderung tritt am 1. März in Kraft. Sie wird in der Sendung "Wetten, dass ...?" vom ZDF-Intendanten und Vorsitzenden der Aktion Mensch, Dieter Stolte, offiziell bekannt gegeben. Stolte begründet die Namensänderung: "Wer etwas verändern will, muss bei sich selbst anfangen. Sich als Menschen zu begegnen heißt, sich auf derselben Augenhöhe zu begegnen."
Die Aktion Mensch erweitert ihr Förderspektrum und betritt mit drei zunächst zeitlich und finanziell begrenzten Förderprogrammen Neuland: Durch Projekte im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe werden zum ersten Mal auch nichtbehinderte Menschen gefördert. Mit der Förderung von Basisstrukturen in Ost- und Südosteuropa unterstützt sie erstmals Projekte außerhalb Deutschlands. Und auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung nach mehr wirtschaftlicher Autonomie antwortet sie mit einem Programm zur Förderung der Integration in den "ersten Arbeitsmarkt".
Mit "Jede Sekunde zählt" startet eine neue ZDF-Show zugunsten der Aktion Mensch. Moderatorin ist Andrea Kiewel.
In Dresden eröffnet die Aktion Mensch in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hygiene-Museum zwei Ausstellungen: In der Fotoschau "Bilder, die noch fehlten" und der kulturwissenschaftlichen Ausstellung " Der (im-)perfekte Mensch " werden Geschichte und Bedingungen unserer Konzepte von "Behinderung" und "Normalität" dargestellt und hinterfragt. Auf einer begleitenden Fachtagung treten erstmals Vertreter der "Disability Studies" aus den USA auf, einer neuen Fachdisziplin, die das Thema Behinderung in ihren sozialen, historischen, politischen und kulturellen Bezügen erforscht.
Die Aktion Mensch startet ihre Jugendcommunity respect .
Der seit 1964 erwirtschaftete Zweckertrag für Projekte der Behindertenhilfe und -selbsthilfe übersteigt drei Milliarden DM.





