Pressemitteilung

29.05.2001, Kunst, Kultur, Ausstellungen:

Internationales New Jazz Festival in Moers 2001 - Vorhang auf für die "Aktion Mensch"

Eine Partnerschaft beweist, dass niemand wegen einer Behinderung ausgeschlossen werden braucht


Zu Pfingsten blickt die Musik-Welt traditionell nach Moers – zum Internationalen New Jazz Festival. Vom 1. bis 4. Juni 2001 bereits zum vierten Mal als Festival-Partner dabei: Die Aktion Mensch. Eine vorbildliche und lebendige Partnerschaft, denn mit Unterstützung der Aktion Mensch ...

... wird Die Regierung - eine Lebensgemeinschaft behinderter und nicht-behinderter Musiker aus der Schweiz, die seit 17 Jahren wie eine Großfamilie zusammenlebt - in Moers beweisen, dass ihre Mischung aus Jazz, Blues, Rock und alpenländischer Folklore mehr ist als ein Teil ihrer Therapie.

... wird Robert Wyatt - in den späten 60ern und frühen 70ern mit der Band Soft Machine bekannt geworden, seit 1973 nach einem Sturz aus dem Fenster querschnittsgelähmt – seine Rückkehr auf die Bühne wagen.

... wird Nebelhorn - die Schermbecker Gruppe behinderter und nichtbehinderter Künstlerinnen und Künstler – auf dem Festivalgelände in einem Extra-Zelt unter Mitwirkung von Jazz-Musikern des Festivals künstlerisch aktiv sein.

... werden Festival-Musiker unterstützt durch einen blinden Schriftsteller beim Konzert im Dunkeln in völliger Finsternis die Sinne des Hörens sensibilisieren, während den Gästen in Kooperation mit dem Blindenhilfswerk NRW an einer "Unsicht-Bar" Getränke angeboten werden.

... können die Festival-Besucher im Zelt "TonArt – Entspannung für die Sinne" der Aktion Mensch ihre Füße hochlegen, sich entspannen und dabei den Klängen von Musikern mit Behinderung lauschen.

... werden auch in diesem Jahr Eintrittskarte und Programmheft für blinde Menschen lesbar und das gesamte Festivalgelände inklusive aller Zelte mit Unterstützung für Musikfreunde im Rollstuhl wieder vollständig barrierefrei sein.

So wird das Moers-Festival zum lebendigen Beweis dafür, dass Menschen mit verschiedenen Fähigkeiten die Welt bereichern und niemand wegen einer Behinderung ausgeschlossen werden braucht. In diesem Sinne sieht die Aktion Mensch das Moerser Festival als optimale Ergänzung ihrer im Sommer 2000 gestarteten Jugendkampagne re:spect. Unter dem – ebenfalls zum Festival passenden – Motto "you get what you give" mischt "re:spect" sich erfolgreich mit einer Vision in den deutschen Alltag ein: Der Vision einer Welt, in der es normal ist verschieden zu sein und in der Menschen mit Behinderungen als Gleiche unter Gleichen leben können.