Blog: Inklusion

Hier bloggen Menschen mit und ohne Behinderung aus ihrer je eigenen Perspektive über persönliche Erlebnisse, aktuelle Trends und Informationen rund um das Thema Inklusion.

„Ich möchte einfach Christy genannt werden!“

Blogger: Ninia Binias, am 18.09.2014 um 08:55 Uhr

Little Women:LA“ ist eine US-amerikanische Serie des Senders Lifetime – die erste Staffel lief im Frühjahr diesen Jahres, eine zweite soll produziert werden. Die Serie handelt von sechs befreundeten Frauen in Los Angeles, die alle ihre eigene Geschichte, Herausforderungen und Erlebnisse haben. Und die eben alle klein sind. In den USA ist die Serie in kürzester Zeit sehr beliebt geworden.

Die sechs Hauptdarstellerinnen von "Little Women:LA"

Reality-Darstellerinnen in „Little Women:LA“: Tolle Frauen

Foto: Patrick Ecclesine / A&E Television Networks

Ich mag Reality Shows – und dann noch eine, in denen kleinwüchsige Frauen die Hauptrollen spielen?! Da muss ich natürlich mal reinschauen. Die erste Episode von „Little Women:LA“ steigt ein mit einer Diskussion über die Bezeichnung „midget“ („Zwerg“) und ob ein Job, in dem nur zählt, dass man kleinwüchsig ist, okay wäre oder nicht. In der Frauengruppe gibt's unterschiedliche Meinungen dazu – die einen sagen, man dürfe solche „Vorführung von Zwergen“ nicht unterstützen, die Nächste ist der Meinung, dass sich die Leute sowieso über sie lustig machen, egal, welchen Job sie mache – Hauptsache, sie werde dafür bezahlt. Der Hintergrund: Die Mädels treten als Künstlerinnen und Mini-Doubles berühmter Sängerinnen wie Britney Spears oder Lady Gaga auf. So verdienen sie ihr Geld. Die meisten wollen diesen Job als Sprungbrett für eine eigene Gesangs- oder Modelkarriere nutzen.

Endlich diskutieren tatsächlich mal „Betroffene“ vor der Kamera

Unabhängig davon, wie ich selbst zu Thema stehe, gefällt mir die Diskussion. Sie zeigt, dass es selbstverständlich auch unter den kleinwüchsigen Frauen unterschiedliche Meinungen zu dem Thema gibt. Und: Endlich diskutieren tatsächlich mal „Betroffene“ vor der Kamera, und es wird nicht über sie diskutiert!

Christy, eine der Darstellerinnen, regt sich sehr darüber auf, dass ihre Freundin es okay findet, als „Zwerg“ bezeichnet zu werden, und sagt dann im Einzelinterview einen wunderbaren Satz: „I prefer to be called Christy, I'm a human being.“ („Ich bevorzuge es, Christy genannt zu werden, ich bin ein Mensch.“) So wechselt die Serie immer mal wieder zwischen unterhaltsamen Inhalten hinüber zu aufklärerisch-erzieherischen – ohne dass die Zuschauerinnen und Zuschauer das registrieren.

Eine typische amerikanische Reality-Show, wie alle anderen auch

Insgesamt handelt es sich um eine typische amerikanische Reality-Show, wie alle anderen auch. Natürlich sind die Streitigkeiten absurd laut, selbstverständlich gibt es ab und an Lästereien unter den Mädels, und alle haben ein wirres Liebesleben. Aber das alles ist deshalb so gut gemacht, weil der Fokus auf die Körpergröße nur selten stattfindet – und wenn, dann ist das begründet und gehört dazu. Die Frauen sind nun einmal klein, das ist ein Teil ihres Lebens, aber nicht der einzige Teil – und genau das spiegelt die Serie.
Es gibt keine besondere Mitleidsschiene, kein Heroisieren der Darstellerinnen. Alle sind sowohl mit großen als auch mit kleinen Menschen befreundet, manche haben große Partner, manche kleine. Ich fühle mich wohl mit der Serie, lache mit den Mädels, sympathisiere mit einigen mehr, mit anderen weniger und kann mich mit vielen Problemen identifizieren.

Gerade die Besonderheit, dass die Körpergröße der Hauptdarstellerin keine Besonderheit zu sein scheint, muss man hervorheben – genau das umzusetzen, scheint für deutsche Medien nämlich immer noch schwer zu sein. In „Little Women:LA“ suchen die Zuschauerinnen und Zuschauer vergeblich nach krampfhaft lustigen Alliterationen á la „Bauer sucht Frau“ und sie hören nicht die Melodie von Schneewittchen im Hintergrund. Die Protagonistinnen müssen sich nicht ständig selbst in Situationen inszenieren, in denen dann aber auch mal überdeutlich klar werden soll, wie winzig sie sind.
Stattdessen: Freundschaften, Beziehungsprobleme, Hochzeiten, Fotoshootings, Dates und alles andere, was eben in manchen Leben so stattfindet.

Oft wird nur im Nebensatz erwähnt, dass die Frauen klein sind

Genau so findet in den US-amerikanischen Medien auch die Berichterstattung über die Serie statt: Oft wird nur im Nebensatz erwähnt, dass die Frauen klein sind. In der Hauptsache geht es den Journalistinnen und Journalisten, Zuschauerinnen und Zuschauern um die Erlebnisse und Gefühle der Gruppe und die individuellen Charaktere: „The show is less about being a little person and more about being an amazing, smart woman dealing with the ups and downs of life.“ („In der Serie geht es weniger um das Kleinsein, sondern vor allem um tolle, kluge Frauen, die sich den Herausforderungen des Lebens stellen.“)

Noch besser wäre die Serie nur, wenn nicht alle Darstellerinnen auf der Bühne ihr Geld verdienen würden. Wenn sie zeigen könnte, dass die Frauen auch im üblichen Arbeitsmarkt eine Chance hätten. Oder eben die Probleme darstellen würde, die Menschen mit Behinderungen haben, wenn sie einen „normalen“ Job suchen.

Trotzdem: „Little Women:LA“ ist neben „My Gimpy Life“ und „Push Girls“ die beste Serie, die ich bis jetzt mit Menschen mit Behinderung in den Hauptrollen gesehen habe. Ich bin schon gespannt auf die zweite Staffel!


Linktipps:
Mehr Infos, Bilder und alle Folgen der ersten Staffel (kostenpflichtig) auf der offiziellen Homepage von Little Women:LA (englisch)
Sex and the City – jetzt auch im Rollstuhl. Ein Blogbeitrag von Marie Gronwald über die amerikanische Doku-Soap "Push Girls"
Filmreife Behinderung. Ein Blogbeitrag von Raúl Krauthausen über die Darstellung von Behinderungen im Film
The Sessions: Optimistisch und warmherzig. Ein Blogbeitrag von Margit Glasow über eine unbekannte Welt im Kino
Zwischen Wolfsmädchen und Dschungelcamp. Ein Blogbeitrag von Raúl Krauthausen über moderne "Freakshows" in den Medien
Normalität in Film und Fernsehen. Ein Blogbeitrag von Carina Kühne über Menschen mit Behinderung in den Medien

Ninia Binias

Blogger: Ninia Binias
Kategorie: Inklusion
Schlagworte: Freizeit, Kultur

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Einmal Inklusion und zurück

Blogger: Nina Treusch, am 15.09.2014 um 08:48 Uhr

Inklusion in der Schule bedeutet Aufbruch in neue Welten – weg vom vorherrschenden Leistungsgedanken hin zur Bildung für alle. Benötigt wird dafür ein nachhaltiges, länderübergreifendes Konzept.

Eine Schultafel mit dem aufgemalten Schriftzug "Inklusion!?"

Inklusion in der Schule: Selbstverständlicher Grundsatz für alle

Foto: Dieter Schütz / pixelio.de

Neulich habe ich mir eine Dokumentation über mögliche Wege zur inklusiven Schule angesehen. Die anschließende Diskussion darüber machte schnell deutlich, wie komplex die Thematik ist und wie viele verschiedene Facetten sie beinhaltet.

Aufbruch in neue Welten von klein auf

Inklusion ist nicht einfach nur ein guter Gedanke oder eine Projektidee. Auf die Schule bezogen bedeutet es bereits für die Jüngsten Veränderung und Aufbruch in neue Welten – weg vom vorherrschenden Leistungsgedanken hin zur Bildung für alle. Nicht nur das gemeinsame Lernen der Schüler gestaltet sich dadurch anders, auch der Berufsalltag und die Ausbildung des Lehrpersonals ändern sich maßgeblich durch den Einbezug von Schülern mit Behinderungen in die Regelschulen.
Gelegentlich hinterlässt das Streben nach inklusiver Bildung in Reihen der Lehrer leider auch einen bitteren Nachgeschmack. Das liegt nicht am fehlenden Willen, sich der Inklusion zu öffnen, sondern an der Art der Realisierung. Maßnahmen in der Umsetzung der inklusiven Bildung geschehen oft unbedacht und gehen in den meisten Fällen zu Lasten der Beteiligten.

Mal ehrlich: Wie würde es sich für Sie anfühlen, wenn Sie plötzlich ungefragt für einen unbekannten Arbeitsschwerpunkt die volle Verantwortung tragen müssten? Vermutlich würden Sie sich entweder der neuen Herausforderung verschließen oder wären damit schlichtweg überfordert.

Jedes Bundesland kocht sein eigenes Süppchen

Diese Lage wird durch die Uneinheitlichkeit der Länder in Sachen Bildung noch kräftig unterstützt – einige sind sehr aktiv in Sachen inklusiver Bildung, andere halten sich galant zurück. Inklusion fühlt sich dann für Entscheidungspersonen und Außenstehende gleichermaßen wie ein Experiment an, das schnellstmöglich umgesetzt werden soll – ohne selbst mit einbezogen zu werden.

Der Gedanke des „Einfach machen“ ist trotzdem in jedem Fall entschieden richtig. Man kann noch so viel um den heißen Brei herumreden, planen und evaluieren – was zählt, ist der nötige Schritt in der Praxis. Gleichzeitig ist es naiv zu glauben, dass große Dinge von heute auf morgen geschehen können. Inklusive Schulen befinden sich in der gleichen Situation wie ihre Schüler – beide benötigen Zeit, um sich ordentlich zu entwickeln, und können viel voneinander lernen.

Was wir auf lange Sicht hin brauchen, ist ein einheitliches, länderübergreifendes Konzept, das von Anfang bis zum Ende durchdacht ist. Bei wichtigen Regelungen sollte nicht einfach über die Köpfe des Fachpersonals und der Schüler hinweg entschieden werden. Sie wissen schließlich am besten, wie ein gutes Miteinander in der Schule gelingen kann und welche Schritte für die Umsetzung der Inklusion wichtig und vor allem realistisch sind.

Einbezug und Schulung der Beteiligten ist das A und O

Dabei ist es mehr als fair, Lehrpersonal das nötige Know-how von Anfang an bereits in der Ausbildung mitzugeben. Dies sollte nicht nur in einzelnen Bundesländern oder als Wahlmodul, sondern selbstverständlich als Grundlagenwissen theoretisch und praktisch erprobt werden. Angehende Lehrer könnten so ihr Expertenwissen an die ältere Belegschaft weitergeben.

Weiterhin ist es wichtig, dass sich alle Schulformen dem inklusiven Unterricht öffnen und beispielsweise auch höhere Schulformen wie das Gymnasium eine aktive Rolle spielen. So bleibt der gemeinsame Unterricht von Heranwachsenden mit und ohne Behinderung bald nicht mehr nur eine „gute Idee“, sondern gilt wie selbstverständlich für alle als Grundsatz.


Linktipps:
Das Handlungsfeld „In der Schule“ der Aktion Mensch
„Schule für alle gestalten“: Das Praxisheft der Aktion Mensch für Lehrerinnen und Lehrer (PDF-Dokument)
Falsche Freunde. Ein Blogbeitrag von Eva-Maria Thoms über die Ergebnisse des UNESCO-Gipfels „Inklusion – Die Zukunft der Bildung“ fünf Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention
"Ich bin ich". Ein Blogbeitrag von Ulrich Steilen über vorbildliche schulische Inklusion an der privaten Mira Lobe Grundschule
Inklusion – ein Lehrstück. Ein Blogbeitrag von Raúl Krauthausen mit persönlichen Erfahrungen und Überlegungen zur schulischen Inklusion
 

Inklusion an deutschen Schulen

Nina Treusch

Blogger: Nina Treusch
Kategorie: Inklusion
Schlagworte: Bildung

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Die iNklusion ist da

Blogger: Raúl Krauthausen, am 13.09.2014 um 09:46 Uhr

Endlich gibt es ein neues iPhone und eine Uhr und vieles mehr. Ein neues technisches Produkt vorzustellen, ist schon eine Kunst, aber vielleicht müsste man auch Menschenrechte so präsentieren. Raul Krauthausen stellt heute die neue iNklusion vor.

Ein verdunkelter Saal mit Scheinwerfern, im Vordergrund Zuschauer, im Hintergrund eine Bühne mit einer großen Leinwand, auf die projiziert wird: "One more thing ..."

Apple-Präsentation in Cupertino: iNklusion als Produkt begreifen

Foto: gilipollastv / flickr.com

In vielen Fällen gehen Inklusionsbefürworter davon aus, dass eine gerechtere Welt mit mehr Teilhabe von unterschiedlichen Menschengruppen möglich ist. Gleichberechtigung ist sogar ein Menschenrecht, was unter anderem in der UN-Behindertenrechtskonvention ausgedrückt wird. Viele Menschen sollten also diesem Gesellschaftsbild zustimmen, und genau wie beim Umweltschutz oder bei der Nachhaltigkeit werden sie es auch offiziell tun, aber wenn es dann in die eigene Umwelt geht, werden schnell Stimmen laut: „Inklusion schön und gut, aber nicht in meinem Garten!“

Ein Beispiel, an dem ich dieses Phänomen immer wieder beobachte, sind Kommentare unter Artikeln zum Thema „Inklusion und Schule“: Egal ob der Artikel positiv über gelungene Inklusion schreibt oder negativ über die neuen Herausforderungen von Lehrkräften, in vielen Kommentaren kommt zum Ausdruck: Inklusion bitte nicht in der Klasse meines Kindes. Argumente wie „dann lernt mein Kind nicht mehr so schnell“ oder „unter diesen politischen Testballon soll die Ausbildung meiner Tochter nicht leiden!“. Dass diese Argumente viel zu oft aus der Luft gegriffen sind, erklärt Inklusionsfakten.de ausführlich, aber hinter diesen Kommentaren schwingt weiterhin ein Misstrauen gegenüber einer „Utopie“.
Deswegen sollte man die Inklusion vielleicht wirklich mal als ein Produkt begreifen, dass die ganz praktischen Vorteile für gewisse Zielgruppen aufzählt. Darf ich vorstellen: die iNklusion.

iNklusion an Schulen

Immer öfters werden neben dem Handwerk des Auswendiglernens sogenannte „Soft Skills“ gefordert. Also „weiche“ Eigenschaften, die Schülerinnen und Schüler erlernen sollen, um später in Unternehmen tolle, teamfähige und sympathische Mitarbeiter zu sein. Stellen wir uns ein Kind vor, dass ziemlich gut in der Klasse ist und den Lernstoff schnell begreift, und jetzt stellen wir uns noch ein Kind vor, das nicht so schnell den Stoff begreift oder es vielleicht nochmal anders erklärt bekommen soll. Hier hilft die iNklusion: Das eine Kind kann dem anderen Kind den Stoff vermitteln und erlernt somit den Soft SkillTeamfähigkeit“. Ein weiterer Nebeneffekt für das lehrende Kind ist die Verinnerlichung des Stoffes. Lehrer und Lehrerinnen können mit der iNklusion auch bewusst Kinder zusammenführen, die sich helfen und den Lehrstoff gemeinsam erarbeiten.

iNklusion in der Ausbildung

Fast jedes Jahr gibt es Nachrichten von zu wenigen Ausbildungsplatzbewerbern. Für einige Jobs gibt es oft kein Nachwuchs. Gleichzeitig ist die Arbeitslosenquote bei Menschen mit Behinderungen doppelt so hoch wie bei Nicht-Behinderten. Durch ein iNklusives Schulsystem könnten auch mehr Menschen mit Behinderung in den ersten Arbeitsmarkt kommen.

iNklusion im Arbeitsmarkt

Es ist die alte Frage von „Henne und Ei“: Gibt es zu wenige Arbeitsplatzbewerber mit Behinderung oder zu wenige Arbeitsplatzstellen für Menschen mit Behinderungen? Menschen mit Behinderung können eine Bereicherung für das Team sein. Es kann neue Impulse geben, weil viele Menschen mit Behinderungen gerne um die Ecke denken (da sie es im Alltag auch öfter machen müssen), und es kann auch eine andere Teamfähigkeit (siehe Soft Skills) entstehen. Auch auf der anderen Seite kann iNklusion neue Arbeitsplätze schaffen, wie wir beispielsweise bei den SOZIALHELDEN ein Team von zehn Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen sind, die auch alle (gerne) Steuern zahlen.

iNklusion im Alltag

Wer von uns hat nicht schon mal einen Aufzug oder vielleicht eine Rampe genutzt? Einige Freunde von mir hören sich sehr gerne die Audiokommentare bei Fußballübertragungen an, da sie die „normalen“ Kommentare nerven. Verbesserungen im Alltag durch die iNklusion werden nicht nur für Menschen mit Behinderungen gestaltet, sondern für die ganze Gesellschaft. iNklusion möchte Zugänge zum Alltag schaffen, und das kann sogar so weit führen, dass beispielsweise Menschen mit Hörbeeinträchtigungen die Lippen von Fußballspielern ablesen und damit „Nicht-Behinderte“ unterstützen.

Wenn man all diese Punkte zusammen nimmt – und es gibt noch viele mehr –, dann kann iNklusion ein Standortfaktor sein, der nicht zu unterschätzen ist. Und das Beste daran: iNklusion ist ab sofort verfügbar. Fangen wir also an.


Weitere Produktdetails:
iNklusion an Schulen
iNklusion im Arbeitsmarkt
iNklusion in der Freizeit


Linktipps:
Zum Tanzen in den Keller gehen. Raúl Krauthausen macht sich im Blog Gedanken über eine inklusive Gesellschaft
Was haben Nichtbehinderte von der Inklusion? Anastasia Umrik erklärt im Blog, warum Inklusion für ALLE gut ist
Überall nur blaue Autos. Ein Blogbeitrag von Raúl Krauthausen über Menschen, die noch nie von Inklusion gehört haben – und die Konsequenzen für die, die sich ständig damit beschäftigen

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Rio de Janeiro, endlich war ich auch da

Blogger: Mirien Carvalho Rodrigues, am 08.09.2014 um 12:17 Uhr

Mirien Carvalho war schon oft in Brasilien, aber noch nie in Rio de Janeiro: ein besonderer Reisebericht über Gerüche, Geschmäcker, Begegnungen – und über Barrierefreiheit für Reisende mit Behinderung.

Mirien Carvalho riecht im Botanischen Garten an einer großen Blüte

Botanischer Garten: Gut gemeint, aber enttäuschend

Fotos: Isabela Pacini

Feiner Sand, verspielte Wellen warmen Wassers, intensiv strahlende Sonne. Um mich her Kinder und Erwachsene, in deren Alltag ich gerade gelandet bin. Passend dazu plaudert eine Carioca – so nennt man die Einwohner der Cidade maravilhosa – der „wunderbaren Stadt“ – über die nahegelegenen Stadtteile Glória und Flamengo, sobald sie merkt, dass ich nicht von hier bin. So stehen wir also da, planschen im Wasser und halten ein Schwätzchen. Plötzlich bricht unter mir die Erde auf. Nein, es scheint nur so. Ein tiefes, anhaltendes Grollen vermischt sich mit dem ungleichmäßigen Rauschen der Wellen. Die Vibration wird immer stärker; gleich überrollt es mich. Inzwischen hat es in meinem Kopf Klick gemacht: Das ist ein Flugzeug auf der Rollbahn. Der Flughafen ist so nah, dass ich den Eindruck habe, die Rollbahn verlaufe durchs Wasser. Teilweise starten und landen sie im Minutentakt.
Entgegen meiner eigenen Erwartung erlebe ich dieses Szenario als stimmiges und faszinierendes Gesamtbild, statt als gestörte Idylle. Den Cariocas, die versunken vor sich hin trommeln, singen, Ballspielen oder auf der Liegewiese ein Nickerchen machen, geht es offensichtlich ebenso.

Wunder sonntags um Neun

Das Abklappern ausgewiesener Sehenswürdigkeiten war noch nie meine Art zu reisen. Gewöhnlich sammle ich lieber einzigartige Momente und Begegnungen, die sich in keinem Reiseführer finden.
Was immer ich hier also über die bekannten Tourismusmagneten schreibe – die Reise hat sich allein für das andauernde Gefühl der Leichtigkeit gelohnt, für den netten Plausch mit dem Straßenverkäufer, der mir stolz sein detailgetreu nachgebautes Schlagzeug aus Schrott gezeigt hat, oder für den Açaí-Saft, dessen unvergleichlicher Geschmack mich alles um mich herum vergessen lässt.
Kaum jemand schreibt in Reiseführern von nie gekannten Klangfarben einer Kirchenglocke, noch vom Ohrenschmaus, den der charismatische Aufruf zum Besuch einer von unzähligen Freikirchen in dieser so leuchtend klingenden Sprache sein kann. Versteht man ihn dann auch noch, kann man sich zusätzlich darüber wundern, dass in manchen Kirchen sogar Wunder terminlich genau festgelegt werden können: Auf Sonntag neun Uhr!

Dschungel brüllender Motoren und fehlender Hinweise

Doch immer wieder war ich auch auf der Suche nach gängigen Touristenzielen. Nachdem ich die barrierefreie U-Bahn mit deutlichen und ausführlichen Ansagen, taktilem Leitsystem und ebensolchen Lageplänen an jeder einzelnen Station entdeckt hatte, war ich schon fast bereit, meine Erwartungen zu überdenken. Sie bringt mich an die Copacabana, wo ich schon an den durchgängig gepflasterten Bürgersteigen merke, dass ich in einer besseren Gegend bin, zum Maracanã-Stadion oder zum Stadttheater, das gerade seinen 105. Geburtstag feiert. Hier darf ich gern von Marmorsäulen bis zu wertvollen alten Uhren alles berühren, und auch die Logen, in die sehende Besucher nur hineinschauen dürfen, darf ich in Ruhe auskundschaften.
Über ein Führungsangebot für sehbehinderte Besucher kann mir niemand Auskunft geben. Das wiederholt sich im botanischen Garten, der überdies schon weitaus schwieriger zu erreichen ist. Wer den Einzugsbereich der einzigen U-Bahnlinie verlässt, befindet sich im Dschungel brüllender Motoren und fehlender Hinweise, ganz gleich ob optischer oder akustischer Art. Durchfragen ist angesagt. Stichproben mit Bus- und Taxifahrern ergaben, dass man mit Englisch wohl nicht weit käme.
Im botanischen Garten gibt es einen Duft- und Tastgarten. Da wusste ich mehr als die Angestellten. Niemand war in der Lage, uns Auskunft zu geben oder gar hin zu führen. Letztendlich stellte er sich als ein winziger Abschnitt heraus, in dem man sich an einem Geländer entlanghangeln und auf Braille-Tafeln etwas über Küchenkräuter und ausgewählte Heilpflanzen erfahren konnte. Ein gut gemeinter Ansatz, doch enttäuschend angesichts der faszinierenden Vielfalt, die der Garten insgesamt bietet. Wir rätseln heute noch über den Baum, an dem kleine Fußbälle wachsen oder den, der Trauben grüner Hühnereier hervorbringt. Denn leider gab es dazu nicht einmal in Schwarzschrift eine Erklärung.

Wunderbare Tastmodelle für die beglückten Finger

Keine Frage, mit dem Bummelzug, der an die ältesten Triebwagen der Deutschen Bahn erinnert,
den Corcovado hinauf zu fahren, ist ein besonderes Erlebnis. Ich komme in den Genuss von Landschaftsbeschreibungen – doch nur, weil mein Mann mit von der Partie ist.
Eine recht authentische Christus-Statue in Miniatur wird mir zu meiner großen Freude gleichfalls zuteil – im Souvenirladen. Der Service für Reisende mit Behinderungen erschöpft sich in einem Fahrstuhl, der Rollstuhlfahrern ermöglichen soll, bis zum höchsten Aussichtspunkt zu gelangen. Dass ich auf meinen tadellos intakten Beinen wegen des höheren Erlebniswerts die Treppen nehme, löst um mich her beinahe einen Skandal aus. Ich beschließe, ausnahmsweise kein Portugiesisch zu verstehen, denn ich habe keine Lust, mich zu rechtfertigen, weil ich eine Treppe benutzen möchte.

Wunderbare Tastmodelle aus Harz habe ich schließlich doch noch in die beglückten Finger bekommen: Dank des Instituto Benjamin Constant, des ortsansässigen Blindeninstituts weiß ich jetzt wirklich, wie Maracanã, Zuckerhut und Corcovado aussehen. Nicht zu vergessen die weithin sichtbaren Arcos da Lapa, 41 Rundbögen, die den Eingang zum Stadtteil Lapa markieren, in dem das Nachtleben tobt. Allein das nächtliche Pulsieren der Stadt lässt mein Herz höher schlagen. In Lapa ist die Welt ungeheuer bunt, jede Bar ein eigener Mikrokosmos, eine andere Musikrichtung – Rock, Schlager, indische Klänge, etwas, das meine an sich recht weltoffenen Ohren nur als Baulärm identifizieren können, und endlich auch jene Sambarhythmen, die all die Lebensfreude, Leichtigkeit und Kreativität Brasiliens wiederspiegeln.

Eine wahre Inspiration war die Selarón-Treppe, die aus Lapa nach Santa Teresa hinauf führt, nach dem Künstler benannt, der sie mit unzähligen Fliesen aus aller Herren Länder verziert und sie so mit Sinnsprüchen, Anregungen, Farben und Formen gefüllt hat.

Ich habe noch nicht einmal angefangen, und bin schon beim Fazit: Eingeplant sind blinde und sehbehinderte Menschen im Tourismus so wenig wie im alltäglichen Verkehrschaos. Das ist mehr als bedauerlich im größten Tourismusmagneten Brasiliens, wo zudem in zwei Jahren die Paralympics stattfinden. Ich möchte wieder hin, denn zwei Wochen waren nur ein kleiner Einstieg.


Linktipps:
Das Handlungsfeld „Inklusion leben: Barrierefreiheit“ der Aktion Mensch
Fußball-Land der Widersprüche. Ein Blogbeitrag von Mirien Carvalho über die Situation von Menschen mit Behinderung in Brasilien
Es gibt Fans, die gibt es gar nicht. Ein Blogbeitrag von Mirien Carvalho über Barrierefreiheit in Brasilien – und auch in Deutschland
 

Blind durch Rio

  • Ein Flugzeug im Tiefflug über dem Strand

    Flugzeug über dem Strand

  • Seerosen auf einem Teich im Botanischen Garten

    Botanischer Garten in Rio

  • Mirien Carvalho befühlt eine Traube großer, grüner Früchte an einer großen Palme

    "Trauben grüner Hühnereier"

  • Eine Braille-Tafel mit Informationen zu den Pflanzen im Duft- und Tastgarten

    Braille-Tafel mit Pflanzen-Infos

  • Mirien Carvalho betastet Wasserpflanzen im Duft- und Tastgarten

    Duft- und Tastgarten

  • Ein taktiler U-Bahn-Plan mit Braillebeschriftung

    Taktiler U-Bahn-Plan mit Braillebeschriftung

Mirien Carvalho Rodrigues

Blogger: Mirien Carvalho Rodrigues
Kategorie: Inklusion
Schlagworte: Freizeit, Barrierefreiheit

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Du – schau mal: ICH bin immer mit dabei!

Blogger: Nina Treusch, am 05.09.2014 um 10:14 Uhr

Ein „ICH-Buch“ hilft Menschen, die auf Unterstützte Kommunikation angewiesen sind, sich mit anderen über ihr Leben und ihre Interessen auszutauschen – mit neuester Technik auch als interaktives Erlebnis.

Ein Tablet-Computer und ein Ringbuch liegen übereinander

ICH-Buch auf Papier oder Tablet: Hauptsache Kontakt

Foto: Sean MacEntee / flickr.com

Menschen mit einer sprachlichen Einschränkung sind oft auf Unterstützte Kommunikation angewiesen. Der Wunsch, mit anderen über seine Interessen zu plaudern oder sich über die neuesten Ereignisse auszutauschen, ist trotzdem groß.
Ein ICH-Buch kann hierbei Abhilfe schaffen und zum mobilen Alltags-Begleiter werden. Wer diesem Begriff noch nie begegnet ist, wird sich nun bestimmt fragen, was genau man darunter versteht.

Ein ICH-Buch – was ist das eigentlich?

Das ICH-Buch ist eine unterstützende Kommunikationshilfe. Wie schon durch das Wort „ICH“ zu vermuten, steht die eigene Person im Vordergrund. Allein der Nutzer bestimmt, welche Inhalte er für wichtig empfindet und was er gerne sein Umfeld über sich wissen lassen möchte. Anstelle von anfangs leeren Seiten wird das Buch nach und nach mit Leben gefüllt. Das Praktische ist, dass man dieses Hilfsmittel immer mit dabei haben kann, indem man es beispielsweise am Rollstuhl befestigt. So fällt es für Außenstehende direkt ins Auge und gibt trotz der anfänglichen Sprachbarriere einen Anlass zur Kommunikation.

Die persönliche Note spielt immer mit

Wer das Buch aufschlägt, stößt unmittelbar auf die wichtigsten Fakten über den Betreffenden und lernt ihn so besser kennen. Dabei kann es sich um eine Seite mit Bildern der wichtigsten Ansprechpartner handeln, aber auch ein Text über Vorlieben und Abneigungen oder eine Vorstellung des Charakters sind denkbar. Die Inhalte können jederzeit individuell ergänzt oder ausgetauscht werden. Dafür muss man sich für gleichzeitig motorisch eingeschränkte Menschen den einen oder anderen Trick einfallen lassen, der die Handhabung erleichtert, wie zum Beispiel die Befestigung der Bilder mittels Klettstreifen. Zusätzlich legen Besitzer des ICH-Buchs verständlicherweise Wert darauf, ihre Inhalte möglichst persönlich zu gestalten. Dem Ausschmücken durch Sticker, bunte Farben oder eingeklebte Gegenstände sind keine Grenzen gesetzt.

Ganz nah dran an den Erlebnissen

Doch das ICH-Buch kann noch viel mehr! Viele von uns kennen im Spätsommer diese Situation: Frisch zurück aus dem Urlaub mit einem Korb voller Erlebnisse. Was liegt da näher, als seinen Liebsten erst mal bei einer Fotopräsentation von den schönsten Momenten zu erzählen? Auch an dieser Stelle ist ein ICH-Buch nützlich. Nebenbei kann es als nämlich als Erlebnistagebuch dienen. Bilder des letzten Ausfluges immer bei sich tragen und Erlebnisse mit wichtigen Menschen unabhängig von Zeit und Ort teilen.

Die Qual der Wahl: ein reguläres Buch oder doch lieber die elektronische Variante?

Wer fit im Umgang mit Technik ist, macht statt einem gewöhnlichen Buch von einem elektronischen Fotoalbum Gebrauch. Bei diesem ist der Unterschied, dass einzelne Seiten mit einer Audio-Funktion unterlegt werden können, die beim Umblättern ausgelöst wird. Die Erinnerung an den letzten Ausfluges wird somit zum interaktiven Erlebnis. Warum nicht auch mal ein Tablet als ICH-Buch umgestalten?
Hauptsächlich zählt, darüber in Kontakt zu kommen und andere an seinem Leben teilhaben zu lassen.


Linktipps:
Neuartige Medien als Schlüssel zur Teilhabe. Ein Blogbeitrag von Nina Treusch darüber, wie sich der Schulalltag für Kinder mit und ohne Behinderung durch Technik verändert
Damit Kinder gemeinsam lernen und spielen können. Ein Blogbeitrag von Margit Glasow über den rehaKIND Kongress in Hamburg
Kommunizieren ist mehr als nur Sprechen! Ein Blogbeitrag von Nina Treusch über die Möglichkeiten für die Unterstützte Kommunikation durch neue technische Entwicklungen

Nina Treusch

Blogger: Nina Treusch
Kategorie: Inklusion
Schlagworte: Barrierefreiheit, Menschen mit Behinderung

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Kommunizieren ist mehr als nur Sprechen!

Blogger: Nina Treusch, am 27.08.2014 um 09:19 Uhr

Ein Plädoyer für den Einsatz von Unterstützter Kommunikation

Eine Hand, die einen Tablet-Computer berührt

Unterstützte Kommunikation: Schnelle Entwicklung der Technik

Foto: ebayink / flickr.com

„Jeder Vogel singt, wie ihm der Schnabel gewachsen ist“, besagt ein deutsches Sprichwort. Doch wie würde sich unser Alltag gestalten ohne die Möglichkeit, einfach so drauflos zu reden?

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie warten im Supermarkt an der Wursttheke. Als Sie an der Reihe sind, fragt die Verkäuferin nach Ihrem Wunsch. Sie möchten Ihre Bestellung aufgeben und versuchen, Ihren Mund zu öffnen. Eine starke Anstrengung überkommt Sie, die Mundmuskulatur beginnt leicht zu zittern. Gefühlte Ewigkeiten später entspringen Ihrem Mund ein paar kleine gepresste Laute. Dabei wollten Sie doch nur 100 Gramm Salami … Stattdessen ernten Sie genervte und verständnislose Blicke.

Sprechen: für Jeden das Normalste der Welt?

Vielleicht können Sie sich nun anhand des oben stehenden Exempels annähernd vorstellen, wie unbewusst und selbstverständlich wir Wünsche und Bedürfnisse alltäglich über das Sprechen kommunizieren. Menschen mit motorischen und/oder kognitiven Einschränkungen, schweren Behinderungen sowie Entwicklungsverzögerungen ist dies von Geburt an oder aufgrund einer erworbenen Erkrankung oftmals kaum bis gar nicht möglich.

Sprache als Überbringer von Emotionen

Die reine Bedürfnismitteilung ist jedoch nur ein Teilaspekt der menschlichen Kommunikation. Erst die Übermittlung und der Austausch von Gedanken und Gefühle runden das Bild so richtig ab. Lassen uns Teilhaben am Miteinander und an der Gesellschaft. Geben unserer Persönlichkeit einen Namen. Zeigen unseren Mitmenschen, was uns ausmacht und uns anspornt. Geben uns die Chance mitzumachen. Kurzum: Wer nicht sprechen kann, hat trotzdem viel zu sagen!

(Unterstützte) Kommunikation ist Menschenrecht

Aus diesen Grund ist es umso wichtiger, ein Medium zur Verfügung zu haben, das es ermöglicht, Gedanken und Gefühle an den Mann und oder die Frau zu bringen. An dieser Stelle kommt die Unterstützte Kommunikation ins Spiel. Unterstützte Kommunikation schließt sämtliche Verständigungsformen mit ein, die fehlende Lautsprache ergänzen oder ersetzen.
Die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) als rechtliches Monument ebnet bereits zunehmend den Weg für die Umsetzung einer inklusiven Gesellschaft. Sich in dieser frei ohne Barrieren zu bewegen, bedeutet in diesem Zusammenhang jedoch auch, barrierefrei kommunizieren zu können. Jederzeit und auf die Bedürfnisse des Einzelnen angepasst, ohne sich vorher erst mühsame Monate durch den knapp kalkulierten Finanz-Dschungel unseres Krankenkassensystems kämpfen zu müssen.
Stattdessen wäre es ratsam, die schnelle Entwicklung der Technik voll auszuschöpfen. Denn wo sollte die Präzisierung einer Augensteuerung oder die Verbindung der mobilen Endgeräte mit Social Media besser Anwendung finden als bei jemandem, der auf Unterstützung bei der Kommunikation angewiesen ist und mitreden möchte?
Vor allem Kinder und Jugendliche lernen schnell den Umgang mit neuen Medien und zeigen sich motivierter, anhand dieser etwas zu lernen. Jener Punkt könnte besonders in der inklusiven Bildung positiv zum Tragen kommen.
Bis dahin darf es auch für die ältere Generation gerne mal eine konventionelle Kommunikationstafel sein – Hauptsache, JEDER bekommt dadurch eine Stimme.


Linktipps:
Die Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation e. V.
Der Arbeitskreis Unterstützte Kommunikation
Neuartige Medien als Schlüssel zur Teilhabe. Ein Blogbeitrag von Nina Treusch darüber, wie sich der Schulalltag für Kinder mit und ohne Behinderung durch Technik verändert
Damit Kinder gemeinsam lernen und spielen können. Ein Blogbeitrag von Margit Glasow über den rehaKIND Kongress in Hamburg

Nina Treusch

Blogger: Nina Treusch
Kategorie: Inklusion
Schlagworte: Bildung, Barrierefreiheit, Menschen mit Behinderung

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