Interessenvertretung und Aufklärung
Nur wer seine Rechte kennt, kann sie auch einfordern
Bürgerrechte sind Teilnahmechancen - dazu gehört auch für Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten und ihre Angehörigen die Möglichkeit, sich aktiv an der öffentlichen Kommunikation beteiligen zu können. Einerseits, um eigene Themen in die Gesellschaft einzubringen und auf die politische Tagesordnung zu setzen. Andererseits, weil Aufklärung und Information gerade in unserer Mediengesellschaft eine große Rolle spielen. Denn noch immer sind vor allem Unkenntnis und fehlende Kontaktmöglichkeiten die wichtigsten Ursachen für Vorurteile und Vorbehalte gegenüber Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten.
Eine wesentliche Grundlage dafür ist, Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten und ihre Angehörigen über geltende Rechte aufzuklären und sie darüber zu informieren, wie gegenüber politischen Funktionsträgern und Berufsgruppen, die in Institutionen, Schulen, Behörden und Gesundheitsdiensten tätig sind, fehlendes Fachwissen und wichtige Hintergrundinformationen vermittelt werden können.
Was kann bezuschusst werden?
Beispiele:
- Überregionale thematische Veranstaltungen, die Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten über ihre Rechte und deren Durchsetzungsmöglichkeiten aufklären
- Zielgruppenspezifische Aufbereitung von Basis- und Hintergrundwissen wie zum Beispiel Handbücher für Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten und ihre Angehörigen
- Materialien, die eine Interessenvertretung gegenüber der Öffentlichkeit ermöglichen
Wer kann eine Förderung beantragen?
Freie gemeinnützige Organisationen.
Wofür können Zuschüsse beantragt werden?
Bezuschusst werden zusätzliches Personal und projektbezogene Sachkosten für längstens 36 Monate. Der Fördersatz beträgt maximal 70%. Die Höchstfördersumme beträgt 250.000 Euro. Weitere Details können Sie im unten stehenden Merkblatt nachlesen.
Merkblatt "Projektförderung"
Merkblatt "Projektförderung" als PDF-Dokument
Antrag stellen und weitere Informationen:
Antrag auf Förderung stellen
Infopaket herunterladen
Aktion Mensch fördert: Aufklärungsprojekte
- Informations- veranstaltungen, Handbücher, Videos, CD-ROM, Hörkassetten usw. zum jeweiligen Schwerpunktthema
- Tagungen, Seminare zum Thema Recht und Gleichstellung
- Aktionen in der Öffentlichkeit, um Vorurteile gegenüber Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten abzubauen
- themenbezogene Aufklärung inkl. dazu gehörendem Lehr- und Lernmaterial







Neues im Blog
Barrierefreie Deutschlandpremiere
Die Aktion Mensch zeigt am Donnerstag, 17. Mai, um 18:30 Uhr im Kongresszentrum Rosengarten den Film „Deaf Jam“. Der US-Dokumentarfilm handelt von zwei Frauen, die ein einzigartiges Duo bilden: Die hörende Palästinenserin Tahani und die gehörlose Israelin, Aneta.
Weiterlesen und kommentieren
Veranstaltungstipp für den Juni: Louis-Braille-Festival der Begegnung in Berlin
Es soll das größte Fest werden, das es in Europa jemals für blinde und sehbehinderte Menschen gab: Vom 1. bis 3. Juni findet im Berliner Tempodrom das zweite Louis-Braille-Festival der Begegnung statt.
Weiterlesen und kommentieren
EM-Boykott Ukraine – ja oder nein?
Die Fußball-Europameisterschaft in der Ukraine steht im Kreuzfeuer der öffentlichen...
Weiterlesen und kommentieren
"Wenn ich mich traue, kann das jeder"
Wie erfrischend Inklusion sein kann, zeigt das Beispiel von Marianna Battaglia. Stefanie Wulff hat die Nachhilfelehrerin für Deutsch und Italienisch besucht, die sich selbst sprachlich nur sehr eingeschränkt äußern kann. Umso innovativer sind ihre Unterrichtsmethoden ...
Weiterlesen und kommentieren
„Dabei sein – die Vielfalt aufnehmen und genießen“
Mit rund 138.000 Euro von der Aktion Mensch unterstützt, wird der bevorstehende 98. Katholikentag in Mannheim so barrierefrei wie nie zuvor. Für viele Menschen mit Behinderung verbessern sich dadurch die Teilhabemöglichkeiten oder wird eine Teilnahme an dieser Großveranstaltung überhaupt erst möglich.
Weiterlesen und kommentieren
Master of Inklusion?
Aus- und Weiterbildung in Sachen Inklusion ist zweifellos gefragt. Schließlich soll Inklusion nicht nur theoretisch gedacht, sondern auch praktisch umgesetzt werden. Berufsbegleitende Angebote und neue Studiengänge dazu gibt es viele. Eva Keller stellt einige vor.
Weiterlesen und kommentieren
Aktion Mensch in Sozialen Netzwerken