Aktion Mensch-Blog

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Gewinnzahlen vom 20. Juli 2014 mit Rudi Cerne

Blogger: Redaktion, am 20.07.2014 um 19:36 Uhr

Rudi Cerne präsentiert die Gewinnzahlen der Aktion Mensch-Lotterie und stellt die inklusive Sportstätte Haxterpark in Paderborn vor. Der Neubau eines Gasthauses an der großen Golfanlage der Sportstätte bietet 16 neue Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung. Die Mitarbeiter halten das Grün auf dem Golfplatz in Schuss, bedienen die Gäste im Restaurantbereich oder sorgen in der Verwaltung dafür, dass alles rund läuft. Die Aktion Mensch fördert die Sport- und Freizeitanlage Haxterpark mit 250.000 Euro.


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Inklusion gemeinsam weiter voran bringen

Blogger: Ulrike Pfaff, am 18.07.2014 um 09:21 Uhr

„Schon viel erreicht. Noch viel mehr vor.“ heißt das Motto nicht nur für das Jubiläumsjahr, mit dem die Aktion Mensch auch in den kommenden Jahren weitere aktive Mitgestalter für die gleichberechtigte Teilhabe aller in unserer Gesellschaft gewinnen will. Uwe Blumenreich, Leiter der Bereiche „Inklusion“ und „Behindertenhilfe“ bei der Aktion Mensch, erläutert im Interview mit Ulrike Pfaff, wie das Förderprogramm funktioniert – aber auch, wo die Herausforderung liegt.

Lachende junge Menschen mit und ohne Behinderung am WG-Küchentisch

Wohnprojekt in Saarbrücken: Neue Ideen einbringen

Foto: Thilo Schmülgen / Aktion Mensch

Ulrike Pfaff: Was ist das Förderprogramm Inklusion?
Uwe Blumenreich: Mit Hilfe des Förderprogramms Inklusion will die Aktion Mensch Netzwerke schaffen und Trägern aus unterschiedlichen Bereichen die Zusammenarbeit erleichtern. Um die Inklusion in Deutschland gemeinsam weiter voran zu bringen, braucht es noch mehr Menschen, die sich mit Ideen für neue Projekte einbringen. Diese können dann durch die finanzielle Unterstützung der Aktion Mensch realisiert werden.

Wie ist das Förderprogramm aufgebaut?
Das Förderprogramm besteht aus zwei Bausteinen. Erster Baustein ist die Förderung von sogenannten Vorlauf- und Planungsaktivitäten. Mit der Förderung von Vorlaufphasen wollen wir vor allem den kleinen Einrichtungen und Organisationen die Chance geben, sich in Ruhe, mit Zeit und Geld auf ein Inklusionsprojekt in ihrem Lebensumfeld vorzubereiten. Denn uns ist es wichtig, dass sich neben den großen und starken Verbänden auch kleinere Träger am Inklusionsprozess beteiligen.
Der zweite Baustein ist die Förderung von Inklusionsprojekten. Hierbei wird dann das eigentliche Projekt unterstützt.

Das heißt, wenn ich als Verein oder Einrichtung eine Idee habe, unterstützt die Aktion Mensch zunächst und gesondert auch die Planung dieser Idee?
Genau, und das mit bis zu 15.000 Euro in einem Förderzeitraum von maximal 12 Monaten. Damit geben wir den Antragstellern die Möglichkeit, in einen vernünftigen Planungsprozess zu kommen, mit potenziellen Partnern zu sprechen, sich mit allen Partnern an einen Tisch zu setzen, sich inhaltlich mit Inklusion zu befassen und – ganz wichtig – bei Bedarf auch den Sozialraum zu analysieren, damit das geplante Inklusionsprojekt später entsprechend umgesetzt werden kann.

Vernetzungsgedanke spielt eine ganz große Rolle

 
Kann ein Träger auch ohne Planungsvorlauf einen Förderantrag für ein Inklusionsprojekt stellen?
Ja. Der Planungsvorlauf kann, muss aber nicht Voraussetzung für ein Inklusionsvorhaben sein. Das heißt, man kann aus den beiden verschiedenen Förderbausteinen den jeweils passenden für die eigene Einrichtung oder Organisation aussuchen.
Inklusionsprojekte werden mit bis zu 250.000 Euro über maximal drei Jahre gefördert und verfolgen ganz andere Ziele als Planungsvorhaben. Nämlich die Zusammenarbeit zwischen Organisationen, die aus der Behindertenhilfe kommen, und Initiativen, die bislang nicht in diesem Bereich tätig sind, anzustoßen. Hier spielt der Vernetzungsgedanke eine ganz große Rolle. Für eine erfolgreiche Förderung müssen deshalb neben dem Antragsteller mindestens zwei weitere Kooperationspartner eingebunden werden. Wir meinen, nur in der Zusammenarbeit mit Kommunen, Bildungsträgern und Unternehmen kann Teilhabe möglich werden.

Ein Beispiel?
Das kann eine örtliche Lebenshilfe zusammen mit der Stadtverwaltung sein, die sich mit den örtlichen Sportvereinen und weiteren Akteuren zusammen tun und überlegen, wie Inklusion in ihrer Gemeinde gelingen kann. Damit am Ende dieses Prozesses Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Sport machen, an Kulturveranstaltungen teilnehmen oder sich barrierefrei im Stadtraum bewegen können.

Kreativität und eine Vision des gemeinsamen Miteinanders

 
Eine schöne Vorstellung. Wo liegt der Haken?
Wir beobachten, dass es meist ein bis zwei Jahre dauert, bis ein neues Förderangebot wie das Inklusionsprogramm bei den Antragstellern angekommen ist. Und Netzwerkbildung als Förderintention ist zunächst einmal auch relativ abstrakt, vor allem, wenn es darum geht, Inklusion vor Ort konkret zu gestalten. Da sind Kreativität und eine Vision des gemeinsamen Miteinanders in einem Handlungsfeld wie zum Beispiel Arbeit, Bildung oder Selbstbestimmung gefragt. Die Herausforderungen sind, diese in fassbare Aktivitäten und Projekte zu übersetzen, dafür die richtigen Partner zu finden und letztlich die inhaltliche Arbeit zu organisieren.

Gibt es Ausschlusskriterien bei den Anträgen für das Förderprogramm?
Nicht gefördert werden in diesem Programm einzelne Projekte, die zwar das Thema Inklusion beinhalten, aber nicht dem Vernetzungsgedanken folgen. Das heißt: Hier haben inklusive Jugendprojekte, Stadtteilfeste oder Sportveranstaltungen keinen Platz. Für diese Projekte gibt es andere Förderbausteine, z. B. die Förderaktion, die kleine Projekte mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr mit max. 5.000 Euro unterstützt, oder die spezielle Kinder- und Jugendhilfe oder die Behindertenhilfe, die größere Projekte mit längerer Laufzeit mit bis zu 250.000 Euro unterstützen.

Was geben Sie möglichen Antragstellern mit auf den Weg?
Wir möchten sie einladen, sich an dem Programm zu beteiligen! Sie ermutigen, Vernetzungs- und Kooperationspartner zu suchen, weil das nicht immer einfach ist. Die Aktion Mensch hat das Thema Teilhabe ganz stark nach vorne gestellt und hält entsprechend Mittel dafür bereit. Insofern können wir noch viele Projekte fördern.
 


Linktipps:
Alle Infos zum Förderprogramm Inklusion der Aktion Mensch
Sie haben eine tolle Projektidee und wollen sich für eine Förderung bei uns bewerben? Von der Idee zum Projektantrag, hier wird alles Schritt für Schritt erklärt!
 


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Kriechen, flattern, Hufe scharren

Blogger: Redaktion, am 16.07.2014 um 18:02 Uhr

Die Aktion Mensch ist unterwegs auf Sommertour durch ihre Förderprojekte, um neue Mitgestalter für Inklusion zu gewinnen. Zum Auftakt machte der Tourbus mit Paralympics-Siegerin Andrea Rothfuss Station in Mannheim bei der inklusiven Performance-Gruppe „Wie die Tiere“.

Kriechen wie eine Schnecke, flattern wie ein Vogel, mit den Hufen scharren wie ein wilder Stier: Unter Anleitung von Profi-Künstlern schlüpften sprach- und hörgeschädigte Kinder im Performance-Projekt „Wie die Tiere“ in Tierrollen und führten ein märchenhaftes Spiel auf. Ein Riesen-Spaß für die Nachwuchskünstler, die sich gegenseitig anfeuerten und für die Zuschauer, die für die Sommertour der Aktion Mensch schon einmal vorab einen Einblick in die Projektarbeit bekamen – Premiere des Stückes ist eigentlich erst im Dezember. Mit dabei im Publikum: Paralympics-Siegerin Andrea Rothfuss, die nach der Performance Schoko-Goldmedaillen an die begeisterten Jungschauspieler verteilte – für ihre eindrucksvolle Leistung in einem tollen Projekt.

Linktipp:
Mehr Infos zur Sommertour und ihren Stationen


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Gold für Förderprojekte

Blogger: Redaktion, am 14.07.2014 um 10:48 Uhr

Im Jahr des Jubiläums schaut die Aktion Mensch nicht nur zurück, sondern auch nach vorn: Gemäß dem Motto „Schon viel erreicht. Noch viel mehr vor.“ will Deutschlands größte Soziallotterie mit einer Sommertour durch ihre Förderprojekte auf ihr bisheriges Förderengagement aufmerksam machen und darüber neue Mitgestalter für Inklusion gewinnen. Mit dabei: Paralympionikin und Goldmedaillen-Gewinnerin Andrea Rothfuss.

Andrea Rothfuss zeigt ihre paralympische Goldmedaille

Paralympics-Siegerin Rothfuss: Schoko-Goldmedaillen für alle

Foto: Aktion Mensch

Die Aktion Mensch unterwegs: Ab heute fährt der Aktion Mensch-Bus in unserer Sommertour eine Woche lang von Stadt zu Stadt und macht dabei bei sechs unterschiedlichen Förderprojekten Station – und jedes Projekt steht für ein erfolgreiches und inklusives Vorzeigeprojekt der jeweiligen Stadt. Eingeladen sind die regionalen Medien ebenso wie die Repräsentanten der jeweiligen Städte: Sie können sich vor Ort ein persönliches Bild machen, wie Inklusion gelingen kann, wie die Aktion Mensch-Förderung funktioniert und was die Einnahmen aus der Soziallotterie ganz konkret in den geförderten Projekten bewirken.

Goldmedaillen-Gewinnerin mit auf Tour

Als Aktion Mensch-Unterstützerin für Inklusion ehrenamtlich mit auf Tour: die Paralympionikin und Goldmedaillen-Gewinnerin von Sotschi Andrea Rothfuss. Der 25-jährigen Ski-Rennläuferin fehlen von Geburt an die linke Hand sowie ein Teil des Unterarms, auf Skiern stand sie schon mit Fünf. Mit elf Jahren schaffte sie es in den Kader des Deutschen Behindertensportverbands, holte fünf Jahre später Silber im Riesenslalom bei den Paralympics in Turin und in diesem Jahr Gold im Slalom bei den Winter Paralympics in Sotschi. Mit dabei im Tourgepäck hat die Behindertensportlerin des Jahres 2009 ihren original Ski-Dress und die Medaillen aus Turin und Sotschi. Und für die Projektteilnehmenden der jeweiligen Stadt: Schoko-Goldmedaillen für alle, die sich für Inklusion engagieren.

Die Stationen der Aktion Mensch-Sommertour 2014 im Überblick

  • 14. Juli – Mannheim: Performance: „Wie die Tiere“

Sprach- und hörgeschädigte Kinder schlüpfen unter Anleitung von Profi-Künstlern in Tierrollen und erarbeiten ein märchenhaft magisches Spiel.

  • 15. Juli – Bad Saulgau: Preisträgerin „Barrierefreie Gemeinde Baden Württemberg“

Bad Saulgau gehört zu den ausgezeichneten barrierefreien Gemeinden Baden Württembergs 2012 – eine Ortsbegehung mit Vertretern der Stadt und Menschen mit Behinderung erklärt ihre Besonderheiten.

  • 16. Juli – Stuttgart: Inklusives Radlabor

In der Rad-Werkstatt basteln 30 Kinder mit und ohne Behinderung an ihren Rädern und erarbeiten eigene Geschicklichkeits- und Sicherheitstrainings.

  • 17. Juli – Haßfurt: Inklusives Musical „Lorenas Augen“

Uraufführung des Musicals in der Waldorfschule Haßfurt – 15 Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung haben das Stück gemeinsam entwickelt und führen es auf.

  • 19. Juli – Essen: Hotel Franz

Das Hotel Franz ist ein Integrationsbetrieb, in dem 18 Menschen mit Behinderung auf Augenhöhe mit Menschen ohne Behinderung arbeiten.

  • 19. Juli – Essen: Bahnhofsmission inklusiv

In der Bahnhofsmission Essen unterstützen ehrenamtliche Mitarbeiter mit und ohne Behinderung die Reisenden beim Ein-, Aus- und Umsteigen und geben Auskunft bei Fragen zu Aufenthalts- und Übernachtungsmöglichkeiten.

Sechs großartige inklusive Projekte auf unserer Sommertour – aber nur einige Beispiele für die vielen gelungenen Projekte, die die Aktion Mensch Jahr für Jahr fördert. Sie haben auch eine tolle Projektidee? Dann bewerben Sie sich für eine Förderung durch die Aktion Mensch!


Weitere Informationen:
Die Förderung der Aktion Mensch: Förderprogramme, Projektbeispiele und Förderanträge
 

Aktion Mensch Sommertour 2014

  • Andrea Rothfuss am Tourbus, auf dem die Daten der Tourstationen stehen

    Andrea Rothfuss mit den Tourdaten

  • Andrea Rothfuss zeigt ihre paralympische Goldmedaille

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Gewinnzahlen vom 13. Juli 2014 mit Rudi Cerne

Blogger: Redaktion, am 13.07.2014 um 19:36 Uhr

Rudi Cerne präsentiert die Gewinnzahlen der Aktion Mensch-Lotterie und stellt das Sportprojekt "EMOKI" vor, das er in München besucht hat. "EMOKI" steht für Emotion und Movement for Kids und bietet Kindern mit und ohne Behinderung mit spannenden inklusiven Freizeit-Angeboten die Möglichkeit, spielerisch und mit viel Spaß ihre eigenen Fähigkeiten auszuloten und zu lernen, äußere Hindernisse und persönliche Grenzen zu überwinden.
Die Aktion Mensch fördert "EMOKI" mit 250.000 Euro.


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Beatboxing und bunte Lichter

Blogger: Redaktion, am 13.07.2014 um 14:56 Uhr

Andreas Bourani unterstützt die Aktion Mensch mit seinem Hit "Auf uns", dem Soundtrack zum 50-jährigen Bestehen der Soziallotterie. Jetzt hat der Musiker in Berlin ein Förderprojekt der Aktion Mensch besucht – und war begeistert.

Große Augen eines Entertainers – während andere performen: Andreas Bourani hat in Berlin das von der Aktion Mensch geförderte Theaterprojekt TUSCH an der August-Hermann-Francke-Schule besucht und sich das inklusive Theaterstück "Eine Bühne für alle" angesehen. Hören, fühlen, bunte Lichter und viel Bewegung – die Schülerinnen und Schüler gaben alles auf der Bühne, das Publikum war mittendrin im Geschehen. "Überraschend und sehr berührend", fasste Andreas Bourani die Aufführung zusammen.

Das Berliner Projekt TUSCH (Theater und Schule) vermittelt dreijährige Partnerschaften zwischen Schulen und Theatern und begleitet sie organisatorisch, inhaltlich und auch finanziell. Es fördert damit die aktive Teilhabe junger Menschen am kulturellen Leben der Stadt und verankert Theater als selbstverständlichen Bestandteil des Schulalltags.

Das Sonderpädagogische Förderzentrum August-Hermann-Francke-Schule des Evangelischen Johannesstifts in Berlin ist als moderner Lern-, Handlungs- und Lebensraum gestaltet. Die Schülerinnen und Schüler werden hier ein Stück auf dem Weg zu einem selbstständigen und selbstbestimmten Leben begleitet. Zu den Aktivitäten an der Schule gehören neben Lesen, Schreiben und Rechnen auch Kochen, bildnerisches Gestalten, Musik, Sport – und Theater.

Nach der Theatervorstellung waren dann die Entertainerqualitäten des Musikers Andreas Bourani gefragt: Gemeinsam mit den Jugendlichen sang er einige seiner Hits – und hatte jede Menge Spaß dabei.


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