Aktion Mensch-Blog

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Gewinnzahlen vom 16. März 2014 mit Rudi Cerne

Blogger: Redaktion, am 16.03.2014 um 19:38 Uhr

Rudi Cerne präsentiert die Gewinnzahlen der Aktion Mensch-Lotterie und stellt das Übersetzungsbüro für Leichte Sprache in Kelkheim/Taunus vor.
Das Übersetzungsbüro der Lebenshilfe sorgt für Barrierefreiheit bei geschriebenen Texten. Das Projekt „Leichte Sprache“ unterstützt und übersetzt überall dort, wo Informationen über eine selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Alltag entscheidend werden. Damit solche Texte am Ende auch wirklich verstanden werden, arbeitet das Übersetzungsbüro mit Experten für Leichte Sprache zusammen: mit Menschen mit Behinderung. Die Aktion Mensch bezuschusst den Aufbau eines Übersetzungsbüros für Leichte Sprache in Kelkheim/Taunus mit 111.046 Euro.


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Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination

Blogger: Katja Hanke, am 14.03.2014 um 08:48 Uhr

Das Sportabzeichen für Menschen mit Behinderung ist wie das Deutsche Sportabzeichen eine Auszeichnung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) für gute und vielseitige körperliche Leistungsfähigkeit. Um mehr Menschen zu ermuntern, sich zu beteiligen, sind im letzten Jahr die Kriterien verändert worden.

Junge beim Wettschwimmen

Schwimmen: Grundvoraussetzung für das Sportabzeichen

Foto: DBS

Als das Sportabzeichen für Menschen mit Behinderung 1952 eingeführt wurde, dachte man zuerst an Sportler und Sportlerinnen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Ein Abzeichen für Menschen mit Lernschwierigkeiten gibt es erst seit dem Jahr 2000. Rund 7.000 Menschen mit Behinderung haben 2012 das Sportabzeichen erhalten.

Mehr Selbstvertrauen und Inklusion

Das Sportabzeichen soll Menschen mit Behinderung Selbstvertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit geben und zur gesellschaftlichen Inklusion beitragen. Aber vor allem soll es "zum regelmäßigen Bewegen und Sport treiben animieren", sagt Wolfgang Tenhagen, Bundesbeauftragter für das Deutsche Sportabzeichen für Menschen mit Behinderungen beim Deutschen Behindertensportverband (DBS).
Wer sich dafür interessiert, das Sportabzeichen für Menschen mit Behinderung abzulegen, wendet sich am besten an den jeweiligen Landesverband des DBS. Sie wissen, welcher Verein das Sportabzeichen und eine Vorbereitung darauf anbietet. Manche Landesverbände organisieren auch selbst Sportabzeichen-Tage. Zum Beispiel veranstaltet der Landesverband Niedersachsen in diesem Jahr für Menschen mit Lernschwierigkeiten ab sechs Jahren einen "Sportivationstag". An acht Terminen in verschiedenen Städten kann dort von Mai bis September das Sportabzeichen abgelegt werden kann.

Wenn das Sportabzeichen bei regelmäßigen Trainingsstunden in einem Verein abgelegt wird, muss ein Prüfer oder eine Prüferin vor Ort sein. Sie sind es auch, die die Interessierten in eine der elf Behindertenklassen einordnen. Das tun sie mit Hilfe des Schwerbehindertenausweises, aber auch durch ein Gespräch mit der Sportlerin oder dem Sportler. Menschen mit Lernschwierigkeiten können ihren Versorgungsbescheid oder einen Bescheid der Förderschulen vorlegen.

Viele verschiedene Disziplinen

Die Grundvoraussetzung für das Deutsche Sportabzeichen ist das Schwimmen – auch für Menschen mit Behinderung. Zusätzlich müssen sich die Sportler und Sportlerinnen in vier Gruppen beweisen: Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination. Die Gruppen beziehen sich auf die vier motorischen Grundfähigkeiten und sind Teil der veränderten Bestimmungen für das Deutsche Sportabzeichen, die seit Anfang 2014 gelten. Sie ersetzen die früheren Kategorien Laufen, Springen und Werfen. Für jede Gruppe müssen die Sportler eine Disziplin absolvieren, die sie je nach Angebot, Beeinträchtigung und Fokus des Trainings wählen können: Für "Ausdauer" könnten das zum Beispiel 800-Meter-Schwimmen, 7,5-km-Walking oder 10-km-Lauf sein, für "Kraft" unterschiedliche Disziplinen wie Kugelstoßen oder Stand-Weitsprung, für "Schnelligkeit" 100-Meter-Lauf beziehungsweise 100-Meter-Handbike für Rollstuhlfahrer oder 25-Meter-Schwimmen und für "Koordination" das Zielwerfen oder ein Rollstuhl-Parcours. Alle Gruppen müssen nicht gleichzeitig abgelegt werden, aber innerhalb eines Kalenderjahres, also vom 1. Januar bis zum 31. Dezember.

Eine Motivation, regelmäßig zu trainieren

Eine andere grundlegende Neuerung: Das Sportabzeichen gibt es jetzt in Gold, Silber oder Bronze. Bisher hat man es einfach bestanden. "Die erleichterten Anforderungen auf der Bronzestufe motivieren jetzt hoffentlich auch Menschen, regelmäßig zu trainieren, die von einer Teilnahme bisher abgeschreckt waren, weil sie dachten, dass sie es eh nicht schaffen", sagt Wolfgang Tenhagen. "Und dann möchten wir natürlich diejenigen, die dieses Jahr Bronze erreicht haben, dazu anspornen, nächstes Jahr Silber zu bekommen."


Linktipps:
Das Deutsche Sportabzeichen für Menschen mit Behinderungen
Das Handlungsfeld "Inklusion leben: In der Freizeit" der Aktion Mensch
Selbstbewusstsein durch Sport. Ein Blogbeitrag von Michael Herold über seine ganz eigenen Erfahrungen mit dem Thema Sport
Inklusion in Reinkultur. Ein Blogbeitrag von Christian Schmitz über ein inklusives Sportprojekt in Kiel
Die Weichen des Behindertensports von Sotschi bis Rio. Ein Interview im Blog von Michael Wahl mit dem DBS-Präsidenten Friedhelm Julius Beucher über Paralympics, Breitensport und Inklusion

„Sport führt Menschen zusammen und überwindet Grenzen“: Aktion Mensch ist neuer Partner des Behindertensports

Katja Hanke

Blogger: Katja Hanke
Kategorie: Inklusion
Schlagworte: Freizeit, Menschen mit Behinderung, Sport

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Mit rheinischer Mentalität nach oben

Blogger: Michael Wahl, am 11.03.2014 um 18:55 Uhr

Ein Interview mit Dieter Wolf, Trainer der Blindenfußballmannschaft vom PSV Köln, über Inklusion im Sport, die Entwicklung im Blindenfußball und das eine oder andere Kölsch nach gewonnenen Spielen

Vier Blindenfußballer kämpfen um den Ball

Blindenfußball-Bundesliga: Mannschaften auf hohem Niveau

Carsten Kobow, Essen / Sepp-Herberger-Stiftung

Michael Wahl: Herr Wolf, Blinde spielen Fußball. Ich will jetzt nicht die Frage stellen, die Sie immer hören – „Wie geht das?“ – sondern: Wie spielen Blinde und Sehende zusammen Fußball?

Dieter Wolf: Mit viel Kommunikation. Wir Sehenden sind visuell geprägt und spielen auch so Fußball, der Blinde oder Sehbehinderte muss sich unter seinen Augenpflastern und der Dunkelbrille aber hauptsächlich auf sein Gehör verlassen, daher sind eindeutige Kommandos wie das „Voy“ (Anm. d. Red.: Jeder gegnerische Spieler, der sich dem ballführenden Spieler nähert, muss „Voy“ („Ich komme“) rufen – bleibt der Ruf aus, wird dies als persönliches Foul geahndet), aber auch stetige Kommunikation auf dem Platz zwischen den sehenden Guides und dem Torwart auf der einen Seite und den Blinden auf der anderen Seite sehr wichtig. Das wird im Training auch intensiv geübt, damit insbesondere Verletzungen durch Zusammenstöße auf dem Platz eher die Seltenheit bleiben.

Inklusion wird im Verein gelebt

Der PSV Köln ist kein klassischer Blindensportverein. Viele Blindenfußballabteilungen sind bei klassischen Behindertensportvereinen angeschlossen. Wie ist das, und wie kam das beim PSV? Und wird Sport so nicht erst wirklich inklusiv durch die Begegnung in einem Verein für alle?

An den PSV Köln sind wir durch persönliche Kontakte gekommen. Es stimmt, dass viele Blindenfußballmannschaften entweder einer Einrichtung oder einem Behindertensportverein angeschlossen sind. Wir haben uns aber bewusst für den anderen Weg entschieden und sind auch sehr gut im PSV Köln aufgenommen worden, der bis dahin noch keine Behindertensportabteilung hatte.
Die Sorge, dass wir in einem doch recht großen Verein wie dem PSV Köln eher nur nebenher laufen, war völlig unbegründet. Unser Sport und damit auch die Spieler sind im Verein akzeptiert und gehören auch zum Vereinsleben. Einladungen anderer Abteilungen oder Besuche unserer Spieltage durch andere Vereinsmitglieder zeigen uns, dass Inklusion hier im Verein gelebt wird und die Jungs dazugehören. Das ist für mich als Trainer ein schönes Gefühl.

Wie sehen Sie die Rahmenbedingungen für die Entwicklung des Blindenfußballs in Deutschland, für neue Trainer, neue Spieler – Blinde sowie Sehende? Welche Förderungen oder Kampagnen würden Sie sich wünschen?

Der Blindenfußball in Deutschland hat sich seit 2008, seitdem ich beim Blindenfußball aktiv bin, doch sehr verändert. Der Sport ist dynamischer geworden – auch dadurch bedingt, dass es mehr Mannschaften in der Liga gibt, die mittlerweile auf einem ähnlichen Niveau spielen.
Durch das Engagement vom Deutschen Behindertensportverbands (DBS) und der Sepp-Herberger-Stiftung sind die Rahmenbedingungen insbesondere in finanzieller Sicht für die Teams, die an der Liga teilnehmen, verbessert worden. Durch Städtespieltage wird der Sport auch dem breiteren Publikum bekannt, was sicherlich förderlich ist.
Was jedoch sicherlich von Verbandsseite noch verbesserungswürdig ist, ist der Austausch zwischen den Vereinstrainern, dem Bundestrainer und den Trägern der Liga. Hier würde ich mir für die Zukunft wünschen, dass man sich insbesondere in Richtung Nationalmannschaft auch Spielern aus anderen Mannschaften mehr öffnet. Nur hierdurch wird für die Spieler auch der Anreiz geschaffen, sich noch zu verbessern, um auch einmal die Möglichkeit zu haben, zu einem Sichtungslehrgang eingeladen zu werden. Auch sollten die Teamtrainer enger eingebunden werden, um die Nachwuchsförderung und die Rekrutierung von neuen Spielern voranzutreiben.

Blindenfußball ist dynamischer geworden

Was macht Ihnen ganz persönlich als Trainer einer Blindenfußballmannschaft Spaß, was motiviert Sie, jedes Wochenende auf dem Platz zu stehen, und welche Ziele für die Saison 2014 haben Sie mit Ihrem Team?

Ich bin schon seit vielen Jahren im Blindensport aktiv, bin früher mit meinem Bruder Tandemrennen gefahren und dann 2008 als Trainer mehr aus der Not heraus, dass dort ein Torwart fehlte, zum Team aus Köln gestoßen. Mich fasziniert immer wieder, mit welcher Begeisterung und Motivation meine Jungs ans Werk gehen, um auch dieses Jahr wieder an der Liga teilzunehmen. Wir sind ein kleines Team, aber gerade das macht uns aus, weil der Zusammenhalt stimmt. Wir werden immer ein wenig belächelt, doch schaffen wir es jedes Jahr, uns im oberen Drittel der Tabelle festzusetzen.
Und aus der Begeisterung meiner Jungs und der fröhlichen, rheinischen Mentalität schöpfe ich meine Freude, jedes Jahr gemeinsam mit ihnen wieder neu anzusetzen, vielleicht doch noch mal Vizemeister oder Meister zu werden, auch wenn die Chancen dazu eher gering sind.

Ihre Ziele für 2014?

Für 2014 müssen wir schauen, was kommt. Das Team hat sich dieses Jahr leider schon wieder aus verschiedenen Gründen personell verändert. Wir versuchen dieses Jahr, neue Spieler zu integrieren, so dass unsere Ziele für 2014 eher bescheiden sind. Wichtig ist für mich, dass wir schöne Spiele abliefern, meine Jungs verletzungsfrei durch die Liga kommen und wir das eine oder andere Kölsch auf gewonnene Punkte in der Liga trinken können.

Danke und alles Gute für die Saison und die weitere Zukunft!


Linktipps:
Blindenfußball beim Polizei Sportverein Köln
Alle Infos zur Blindenfußball-Bundesliga
Mehr zum Thema Blindenfußball bei respect.de, der Jugend-Community der Aktion Mensch
Kickende Wölfchen. Ein Blogbeitrag von Ulli Steilen über Blindenfußball beim DFL Kids-Camp in Wolfsburg

„Sport führt Menschen zusammen und überwindet Grenzen“: Aktion Mensch ist neuer Partner des Behindertensports

Michael Wahl

Blogger: Michael Wahl
Kategorie: Inklusion
Schlagworte: Sport

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Dabei sein ist alles

Blogger: Redaktion, am 10.03.2014 um 19:22 Uhr

Eindrücke von den Paralympics in Sotschi

Ein durch einen Sturz zerstörter Monoski

Monoski der gestürzten Alana Nichols: Beim Sturz total zerfetzt

Fotos: Christina Marx / Aktion Mensch

Dabei sein ist alles: Für die meisten Athleten gilt das olympische Motto wohl nicht, denn sie wollen gewinnen. Wer aber als Zuschauer dabei ist, der weiß direkt, was gemeint ist. Man möchte keinen der spannenden Wettkämpfe verpassen und am liebsten überall gleichzeitig sein.

Spektakulär schöner Wintersport

Egal, ob bei Alpin, nordisch oder Sledge-Hockey, dem Eishockey im Schlitten also, so spektakulär schön war Wintersport im gefühlten Sommer von Sotschi wohl selten. Wer will, kann die "Paralympic Disciplines" vor Ort an den Wettkampfstätten ausprobieren. Wäre die Schlange vor dem Monoski nicht so lang gewesen, ich hätte es getan. So aber konnte ich beobachten, wie sich die Leute zunächst in die enge Hartschale des Schlittens rein pressten, um sich dann nach einigen wackligen Momenten, in denen sie das Gleichgewicht zu verlieren drohten, wieder unsicher herauszuschälen. Kaum zu glauben, dass die Topathleten mit diesem "Gerät" mit über 100 km/h den Berg runter rasen. Dass das alles andere als ungefährlich ist, hat der Super-G der Damen gezeigt: Gleich zweimal musste nach schlimmen Stürzen der Rettungshubschrauber kommen.

Geschwindigkeit und Risiko rausnehmen

Und da teilen sich dann auch gleich die Geister: Während die einen meinen, das sei eben Gleichberechtigung mit dem Spitzensport der Nichtbehinderten, sagen die anderen, dass die Gesundheit der Athleten Vorrang hat. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte: Ich hatte das Glück, mit Alexander Spitz, dem unterschenkelamputierten, ehemaligen Topskifahrer und Paralympics-Sieger, das Rennen der Damen zu beobachten. Er brachte es einfach auf den Punkt: "Die Athleten wollen es natürlich gerne schnell, aber mit ein, zwei anders gesteckten Toren hättest du Geschwindigkeit und Risiko rausnehmen können."


Linktipps:
Gold im Visier – Interview mit Paralympics-Teilnehmerin Andrea Eskau
Ziel: Sotschi! – Interview mit Paralympics-Teilnehmerin Anja Wicker
Die Weichen des Behindertensports von Sotschi bis Rio. Ein Interview im Blog von Michael Wahl mit dem DBS-Präsidenten Friedhelm Julius Beucher über Paralympics, Breitensport und Inklusion
 

Paralympics 2014 in Sotschi

  • Lächelnde Anna Schaffelhuber

    Glück und Leid eng beieinander: Anna Schaffelhuber ist glücklich über ihr zweites Gold

  • Anna Schaffelhuber bei der Flower Ceremony

    Anna Schaffelhuber nach ihrem Sieg bei der Flower Ceremony


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Gewinnzahlen vom 9. März 2014 mit Rudi Cerne

Blogger: Redaktion, am 09.03.2014 um 19:34 Uhr

Rudi Cerne präsentiert die Gewinnzahlen der Aktion Mensch-Lotterie und stellt das Projekt „Lernengel“ in Halle an der Saale vor.

Bildungspaten eröffnen Kindern und Jugendlichen in diesem Projekt einen neuen Zugang zum Schulalltag und stärken ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Ehrenamtliche Mitarbeiter, die sogenannten „Lernengel“, widmen sich zwei Mal pro Woche Jungen und Mädchen im Alter von acht bis 16 Jahren, um sie für das Lernen zu begeistern. Die Aktion Mensch unterstützt das Projekt „Lernengel“ für Kinder und Jugendliche in Halle mit 108.542 Euro.


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Engagement als Abenteuer – als Freiwillige bei den Paralympics

Blogger: Henrik Flor, am 08.03.2014 um 10:00 Uhr

Eigentlich studiert Amelia Romanenko in Würzburg Jura. In diesen Semesterferien steht aber etwas anderes auf dem Lehrplan. Amelia ist Volunteer, also freiwillige Helferin, bei den Paralympics in Sotschi. Es ist ein Abenteuer, auf das sie sich gut vorbereitet hat.

Ein Sportler ohne Beine macht auf speziellen Skiern Langlauf Foto: CC BY 2.0 / U.S. Army / Flickr

25.000 freiwillige Helfer engagieren sich bei den Olympischen Winterspielen und den Paralympischen Spielen in Sotschi. Sie fahren Athleten zu den Sportstätten, leisten Erste Hilfe, übersetzen, assistieren den Organisatoren, helfen bei Doping-Kontrollen oder gestalten die großen Auftakt- und Abschluss-Veranstaltungen mit. Vor allem aber tragen Sie dazu bei, dass in den Wochen während der Wettkämpfe die typische Olympia-Atmosphäre entsteht.

Amelia ist eine der Freiwilligen bei den Paralympischen Spielen. Ihre Eltern stammen zwar aus Russland, sie selbst ist aber in Deutschland geboren und lebt in Würzburg, wo sie im ersten Semester Jura studiert. Sie hatte eher zufällig von der Möglichkeit erfahren, drei Wochen als freiwillige Helferin die Paralympics in Sotschi mitzuerleben. Sie erinnert sich: „Ich hatte in einem Förderverein russischstämmigen Kindern Deutsch beigebracht. Eine Kollegin dort hatte mir erzählt, dass der Landessportverband Baden-Württemberg ein Freiwilligenkontingent stellt.“

Die Bewerbung selbst lief direkt über das Olympische Komitee – online, inklusive Englischtest, später folgte dann ein Bewerbungsgespräch via Skype. Hier konnte die 19-Jährige überzeugen, die fließend Deutsch, Russisch und Englisch spricht. Zusätzlich sorgte der Landessportverband mit speziellen Workshops für die richtige Vorbereitung. Für Amelia ist Engagement etwas ganz selbstverständliches – egal, ob es der Sprachunterricht für Kinder ist, die Leitung einer Jungschargruppe in der Kirche oder eben bei Olympia.

Am 26.2. ging es nach Sotschi. Die Rollstuhlfahrerin wird dort vor allem übersetzen – für wen genau, weiß sie noch nicht. Sie wird sich überraschen lassen. Für sie und die 4.100 anderen Freiwilligen bei den Paralympics wird Sotschi vor allem als Großevent in Erinnerung bleiben, bei dem sie nicht nur Zuschauer, sondern aktiv mit dabei waren und viele Menschen aus der ganzen Welt kennengelernt haben.

Möglichkeiten, sich im Sport ehrenamtlich zu engagieren, finden Sie in der Freiwilligendatenbank mit dem Suchbegriff "Sport".

Henrik Flor

Blogger: Henrik Flor
Kategorie: Freiwilliges Engagement
Schlagworte: Sport

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